Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1851)
Entstehung
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daß dieſer Ruf einer Vertheidigung bedürfe. Sie werden die Güte haben, dieſelbe mit der größten Herzlichkeit zu empfangen, wie Sie es überhaupt bei allen Perſonen halten werden, die ich in dieſes Haus bringe. Dieſes Haus?“ — fuhr er, in ein Gelächter ausbrechend fort. Wer iſt der Herr deſſelben? was iſt es? Dieſer Tempel der Tugend gehört mir. Und wenn ich auch ganz Newgate, oder ganz Bedlam hieher einlade, ſo ſollen doch dieſe Leute bei mir willkommen ſein, bei Gott!“

Nach dieſer kräftigen Anrede, — und Lord Steyne ließ es an ſolchen nie fehlen, ſo oft in ſeinem „Harem“ ſich Symptome der Inſubordination zeigten — hatten die gedemüthigten Frauen natürlich nichts Anderes mehr zu thun, als zu gehorchen. Lady Gaunt ſchrieb die von ſeiner Lordſchaft verlangte Einladung, und fuhr mit ihrer Schwiegermutter in eigener Perſon, und bitteren und gedemüthigten Herzens, nach Curzon Street, um im Hauſe der Mrs. Rawdon die Karten, deren Empfang dem eben genannten unſchuldigen Frauennimmer ſo viel Vergnügen verurſacht hatte, abzugeben.

„Es gab in London Familien, die es ſich würden ein Jahreseinkommen haben koſten laſſen, um von dieſen hohen Damen einer ſolchen Ehre gewürdigt zu werden. So würde z. B. Mrs. Frederick Bullock von May Fair nach Lombard Street auf den Knien gerutſcht ſein, wenn Lady Steyne und Lady Gaunt in der City auf ſie ge⸗ wartet hätten, um ſie aufzuheben, und ihr zu ſagen: „Kommen Sie nächſten Freitag zu uns,“ — nicht zu einer der großen Quetſchpartien, und großen Bälle in Gaunt Houſe, wobei ſich Jedermann einfand, ſondern zu einem der geheiligten, unnahbaren, myſteriöſen, deliciöſen Diners, wobei erſcheinen zu dürfen, ein Privilegium, und eine Ehre, und das höchſte Glück war.

Streng, makellos, und ſchön, ſtand Lady Gaunt auf dem Markte des Lebens in der vorderſten Reihe. Die

ausgezeichnete Höflichkeit, womit Lord Steyne ſie behan⸗