Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1851)
Entstehung
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bis ich ihr Alles bei Heller und Pfennig bezahlen

kann.“

„Vermaledeit, wie viel iſt es?“ ſagte der Pair mit einem Fluche.

Und Becky, die an ſein großes Vermogen dachte, nannte nicht allein die Summe, die ſie von Miß Briggs geborgt hatte, ſondern eine beinahe doppelt ſo hohe.

Dieß veranlaßte den Lord Steyne, ſeinem Aerger durch einen andern kurzen und energiſchen Ausdruck Luft zu machen, worauf Rebekka den Kopf nur noch tiefer finken ließ, und bitterlich weinte.

„Ich konnte mir nicht anders helfen. Es war mein letztes Rettungsmittel. Ich wage es meinem Manne nicht zu ſagen. Er würde mich umbringen, wenn ich ihm ſagte, was ich gethan habe. Ich habe es Jedermann, außer Ihnen, verheimlicht — und Sie haben mir mein Geheimniß abgedrungen. Ach, was ſoll ich thun, Lord Steyne? Ich bin recht, recht unglücklich!“

Lord Steyne wußte hierauf keine andere Antwort zu geben, als daß er den Zapfenſtreich des Teufels ſchlug, und an ſeinen Nägel kaute. Endlich führte er eiligſt den Hut nach ſeinem Kopfe, und ſtürzte aus dem Zimmer hinaus.

Rebekka verließ ihre jämmerliche Attitude nicht früher, als bis die Thüre hinter ihm zuſchlug, und ſein Wagen fortrollte. Dann erhob ſie ſich, und der ſeltſamſte Aus⸗ druck fiegreicher Boshaftigkeit funkelte in ihren grünen Augen. Ein Paar Mal brach ſie in ein lautes Gelächter aus, während ſie bei ihrer Arbeit ſaß, ſodann ſetzte ſie ſich an das Pianoforte, und führte auf den Taſten eine Phantaſie aus, die ſo triumphirend ausfiel, daß die Leute vor dem Hauſe ſtehen blieben, um ihrer brillanten Muſik zu lauſchen.

An jenem Abende langten aus Gaunt Houſe zwei Billets für das kleine Weibchen an: das eine enthielt eine Einladung von Lord und Lady Steyne zu einem