Diner, das am nächſten Freitag in Gaunt Houſe Statt finden ſollte; im andern lag ein kleiner Fetzen grauen Papiers mit der Unterſchrift Lord Steyne's, und der Adreſſe von Meſſrs. Jones, Brown, und Robinſon, Lom⸗ bard Street.
Rawdon hörte in der Nacht Becky ein Paar Mal achen.
Es ſei bloß die Freude, daß ſie endlich in Gaunt Houſe erſcheinen, und den Damen daſelbſt vor das Ge⸗ ſicht treten könne, was ſie ſo amüſire, ſagte ſie.
Allein die Sache verhielt ſich ein Bischen anders.
Becky beſchäftigte ſich mit gar vielen andern Ge⸗ danken. Sie fragte ſich z. B., ob ſie der alten Briggs ihr Geld und den Abſchied geben ſolle. Sie fragte ſich, ob ſie Raggles dadurch in ein Staunen verſetzen ſolle, daß ſie ſeine Rechnung berichtige.
Alles dieſes überlegte ſie ſo zu wiederholten Malen, während ihr Köpfchen auf dem Kiſſen lag, und ebenſo an dem darauf folgenden Tage, wo, nachdem Rawdon fortgegangen, um im Club ſeinen Morgenbeſuch zu machen, Mrs. Crawley (verſchleiert und in einem ganz beſchei⸗ denen Anzuge) in eine Miethkutſche ſtieg, und ſo ge⸗ ſchwind nur die Pferde laufen konnten, nach der City fuhr. Vor dem Hauſe der Herren Jones und Robinſon hielt der Wagen an, worauf ſie ausſtieg, und der am Se fitzenden Autorität ein Dokument über⸗ reichte.
Die Autorität fragte ſie darauf, „wie ſie es nehmen wollte?“
Mit ſanfter Stimme ſagte ſie, „ſie wolle ein hundert und fünfzig Pfund in kleinen Noten, und das Uebrige in einer Note nehmen.“
Sodann fuhr ſie durch St. Paul's Church YPard, ließ daſelbſt anhalten, und kaufte für die Briggs das hübſcheſte ſchwarzſeidene Kleid, das um Geld zu haben


