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bereit, ihn zu empfangen: — wurde ſie aber überraſcht, ſo lag es ihr natürlich ob, in ihr Zimmer hinauf zu flie⸗ gen, ſich raſch im Spiegel zu begucken, und dann wieder herunter zu trippeln, um dem großen Pair ihre Aufwar⸗ tung zu machen.
Bei ihrem Hereintreten ſah ſie, wie der Lord über ihre Porzellan⸗Schale hingrinste. Sie war entveckt, und erröthete ein wenig.
„Ich danke Ihnen, Monſeigneur,“ ſagte ſie. „Sie ſehen, daß Ihre Damen hier geweſen ſind. Wie gut war es doch von ihnen! Ich konnte nicht früher kommen — ich war in der Küche und machte einen Pudding.“
„Ich weiß, daß Sie dort waren: ich habe Sie durch die Staketen hindurch geſehen, als mein Wagen vorfuhr,“ erwiederte der alte Herr.
„Sie ſehen Alles,“ erwiederte ſie.
„Hie und da Etwas, aber nicht das, meine hübſche Dame,“ ſagte er gutmüthig. „Sie närriſche, kleine Lüg⸗ nerin! Ich habe Sie in dem Zimmer über mir gehoͤrt, wo Sie ohne Zweifel ſich ein Bischen geſchminkt haben; Sie müſſen Mylady Gaunt, die einen ganz entſetzlichen Teint hat, von Ihrem Rouge geben; auch habe ich die Thüre des Schlafzimmers aufgehen hören, und darauf ſind Sie die Treppe herabgekommen.“
„Iſt es ein Verbrechen, wenn ich Alles aufbiete, um vor Ihnen ſo gut, wie möglich, auszuſehen?“ ant⸗ wortete Mrs. Rawdon in klagendem Tone, und rieb ſich die Wange mit ihrem Taſchentuche, um zu zeigen, daß von Schminke in dieſem Falle keine Rede ſein könne, ſondern daß das Erröthen eben ſo ächt, wie ihre Sitt⸗ ſamkeit ſei.
Wer kann darüber ſtreiten? Ich weiß, daß es eine Schminke gibt, die ſich nicht mit einem Taſchentuche ab⸗ reiben läßt; ja, es gibt ſogar eine ſo gute, daß ſelbſt Thränen ſie nicht zu verwiſchen im Stande find.
„Nun, nun,“ ſagte der alte Herr, die Viſitenkarte


