Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1851)
Entstehung
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Lady Jane die Geduld ausgegangen ſein, wenn dieſelbe Alles gewußt hätte.

Es verhielt ſich nämlich die Sache folgendermaßen.

Zur Zeit, als Mrs. Rawdon Sir Pitt's Haus in Ordnung brachte, hatte ſie die Spitzen ſammt dem Bro⸗ kate in alten Kleiderſchränken gefunden. Dieſe Gegen⸗ ſtände hatten den früheren Damen des Crawley'ſchen Hauſes gehört, und Becky hatte ſie ganz ruhig mit nach Hauſe genommen, und für ihre eigene kleine Perſon zu⸗ recht gemacht. Die Briggs ſah es, wie ſie dieſelben nahm, ſtellte keine Fragen an ſie, und ſchwatzte nicht aus der Schule; indeſſen glaube ich, daß ſie in dieſem Stücke mit ihr vollkommen ſympathiſirte, und gerade ſo würde es manche andere ehrliche Frau machen.

Und die Diamanten! —

„Wo zum Henker haſt Du Deine Diamanten her, Becky?“ ſagte ihr Mann, der einige Juwelen bewunderte, welche er noch nie zuvor geſehen, und welche in großer Menge an ihren Ohren und an ihrem Halſe funkelten.

Becky erröthete ein Bischen, und ſah ihm einen Au⸗ genblick feſt ins Geſicht.

Auch Pitt Crawley erröthete ein Bischen, und ſah zum Wagenfenſter hinaus.

Wir müſſen nämlich der Wahrheit gemäß ſagen, daß er ihr einen ſehr kleinen Theil der Brillanten gegeben hatte — ein hübſches Diamant⸗Schlößchen, das ein Per⸗ lenhalsband zuſammen hielt, ſo ſie trug; und der Baro⸗ net hatte es unterlaſſen, dieſen Umſtand ſeiner Dame mit⸗ zutheilen.

Becky ſah ihren Mann, und ſodann Sir Pitt mit „ einer Miene trotzigen Triumphes an — gleich als wollte ſie ſagen: „Soll ich Sie verrathen?“

„Rath' einmal!“ ſagte ſie zu ihrem Manne. „Ei, ei, Du närriſcher Mann,“ fuhr ſie fort, „wo glaubſt Du, daß ich ſie herhabe — alle, das kleine Schloͤßchen aus⸗ genommen, das mir ein theurer Freund ſchon vor langer

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