Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1851)
Entstehung
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Zeit verehrt hat. Ich habe ſie gemiethet, — es iſt nicht anders. Ich habe ſie von Herrn Polonius, in Coventry Street, gemiethet. Du wirſt doch nicht glauben, daß alle Diamanten, die ſich bei Hoſe ſehen laſſen, denen ge⸗ hören, ſo ſie tragen; wie die prächtigen Steine da, die Lady Jane hat, und die ganz gewiß weit ſchöner ſind, als die, ſo ich habe.“

„Es find Familienjuwelen,“ ſagte Sir Pitt, der aber⸗ mals verlegen ausſah.

Und inmitten dieſer Familienunterhaltung rollte der Wagen die Straße hinab, bis er endlich an den Thoren des Palaſtes, in dem der Souverän ſein Lever hielt, ſeine Ladung niederſetzte.

Die Diamanten, die Rawdon's Bewunderung erregt hatten, wanderten nie zu Herrn Polonius, von Coventrh Street, zurück, und es reklamirte auch der genannte Herr dieſelben nie; ſie zogen ſich aber in ein kleines geheimes Fach in einem alten Schreibepulte zurück das Amalie Sedley ihr vor vielen Jahren geſchenkt, und worin Becky manche nützliche und vielleicht werthvolle Dinge aufbe⸗ wahrte, von denen ihr Mann Nichts wußte.

Nichts, oder wenig zu wiſſen, liegt in der Natur ge⸗ wiſſer Ehemänner. Etwas zu verbergen aber — in wie vieler Weiber Natur liegt das? O, Ihr Damen! Wie viele von Euch haben Rechnungen von Modiſtinnen, die der Mann nie zu ſehen bekommt? Wie viele von Euch haben Kleider und Bracelets, die ſie nicht zu zeigen wa⸗ gen, oder die ſie nur zitternd tragen? — Ja, zitterndz und dabei ſuchen ſie den an ihrer Seite ſitzenden Gatten durch ihr Lächeln in eine gute Stimmung zu verſetzen, — ihren Gatten, der das neue Sammtkleid nicht von dem alten, oder das neue Bracelet nicht von dem vorjährigen zu unterſcheiden vermag, oder der ſich nicht einfallen läßt, daß die zerlumpt ausſehende, gelbe Spitzenſchärpe vierzig Gui⸗ neen gekoſtet hat, und daß Madame Bohinot Woche um

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