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zwanzig Jahren, in denen des Publikums ſo ſchön, wie das brillanteſte Coſtüm der berühmteſten Schönheit der jetzigen Saiſon. In ein Paar Dutzend Jahren wird auch dieſes modiſche Wunderwerk, mit allen früheren Eitelkei⸗ ten, dem Reich des Abgeſchmackten anheim gefallen ſein.
Doch wir ſchweifen zu ſehr ab.
Mrs. Rawdon's Anzug wurde alſo an dem ereig⸗ nißvollen Tage ihrer Vorſtellung für bezaubernd erklärt. Selbſt die gute kleine Lady Jane mußte dieß zugeben, als ſie ihre Verwandte anſah: auch konnte ſie nicht um⸗ hin, ſich zu ihrer großen Betrübniß zu geſtehen, daß ſie des Geſchmackes Mrs. Becky durchaus nach⸗
ehe.
Sie wußte nicht, wie viel Sorgfalt, Nachdenken, und Genie Mrs. Rawdon auf dieſen Anzug verwenvet hatte. Rebekka hatte ſo viel Geſchmack, wie nur eine Modiſtin in Guropa, und wußte Alles unendlich geſchick⸗ ter anzugreifen, als Lady Jane. Die Augen der Letzteren fielen bald auf den prächtigen Brokat an Becky's Schleppe, ſowie auf die koſtbaren Spitzen an ihrem Kleide.
Vecky ſagte, der Brokat ſei ein alter Ueberreſt; und was die Spitzen betreffe, ſo habe ſie dieſelben faſt um Nichts gekauft. Sie beſitze dieſelben ſchon ſeit hundert Jahren.
„Meine liebe Mrs. Crawley, Ihre Spitzen müſſen ein kleines Vermögen gekoſtet haben,“ ſagte Lady Jane, auf ihre eigenen Spitzen, die bei Weitem nicht ſo gut waren, blickend. Sofort prüfte ſie die Qualität des alten Brokats, welcher das Material von Mrs. Rawdon's Hof⸗ kleid bildete, und fühlte große Luſt, zu ſagen, daß ſie ſo
ſchoͤne Kleiver ſich nicht anſchaffen könne. Allein ſie that
ſich einige Gewalt an, und lieh dieſen Gedanken, als von einem liebloſen Benehmen gegen ihre Verwandte zeugend, keine Worte.
Und doch würde wohl ſelbſt der guten, gemüthlichen


