Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1851)
Entstehung
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Hofe zu gehen: dabei lächelte ſie dem am Wagenſchlage ſtehenden Lakaien, ſowie Sir Pitt, der hinter ihr einſtieg, gnädig zu.

Dann kam Rawdon in ſeiner alten Gardeuniform, welche der Zahn der Zeit jämerlich benagt hatte, und viel zu enge geworden war. Er ſollte nach dem urſprüng⸗ lichen Plane der Prozeſſion folgen, und ſeinem Souverän in einem gemietheten Cabriolet die Aufwartung machen; allein ſeine gutmüthige Schwägerin beſtand darauf, daß Alle mit einander gehen ſollten. Die Kutſche, ſagte ſie, ſei geräumig, die Damen nähmen nicht allzu vielen Raum ein, da ſie ihre Schleppen auf den Schooß nehmen könn⸗ ten: — und ſo kam es denn, daß die Vier brüderlich mit einander gingen.

Bald ſchloß ſich ihr Wagen der Reihe loyaler Equi⸗ pagen an, welche, Piccadilly und St. James's Street hinab, dem alten backſteinernen Palaſte zufuhren, wo der Stern von Braunſchweig ſeines Adels und der Honora⸗ tioren des Landes harrte, um ſie zu empfangen.

Unſerer Freundin Becky war es zu Muthe, als ob ſie von den Wagenfenſtern aus dem Volke ihren Segen geben könnte; ſo gehoben fühlte ſie ſich, ſo ſtark war bei

ihr das Bewußtſein der würdevollen Stellung, die ſie im

Leben endlich errungen. Selbſt unſere Becky hatte ihre Schwächen, und gleichwie man oft ſehen muß, wie ge⸗ wiſſe Menſchen ſich auf Vorzüge Etwas zu gute thun, welche Andere nicht bemerken können; wie z. B. Comus feſt glaubt, er ſei der großte Tragödienſpieler in England; wie Brown, der große Romanſchreiber, nicht als ein Mann von Genie, ſondern als ein Mode⸗Mann angeſehen werden will, während Robinſon, der große Juriſt, ſich nicht im Mindeſten um ſeinen Ruf in Weſtminſter⸗Hall kümmert, ſondern ſich für einen Reiter hält, dem es, Land auf Land ab, an Kühnheit Keiner zuvorthut, und für den es keine Hinderniſſe gibt — ſo war es Becky's