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Gaunts herüber verpflanzt. Das Uebel war in der Familie
ihres Vaters ein Paar Male zum Ausbruch gekommen,,
lange vor den Sünden der Lady Steyne, und lange ehe ſie durch Faſten, Thränen, Kaſteiungen und Bußübungen jeder Art dieſelben zu ſühnen unternommen hatte. Der Stolz ihres Geſchlechtes war, wie die Erſtgebornen Pha⸗ rao's, durch die Hand Gottes geſchlagen. Das düſtere Zeichen des Gerichts und des Fatums war auf der Schwelle — auf der hohen, alten, von Kronen und heraldiſchem Schnitzwerke überragten Schwelle.
Unterdeſſen plauderten die Kinder des abweſenden Lords, und wuchſen heran, ohne zu wiſſen, daß auch ſie dem Gerichte verfallen waren. Zuerſt ſprachen ſie von ihrem Vater, und erſannen Pläne, um ſeine Rückkehr un⸗
möglich zu machen. Dann kam der Name des Lebendig⸗
Todten minder häuſig auf ihre Lippen — und am Ende wurde er gar nicht mehr erwähnt. Allein die tiefgebeugte alte Großmutter erzitterte bei dem Gedanken, daß auch dieſe die Schande ihres Vaters, ſo gut wie ſeine Ehren, geerbt: und erwartete in Angſt den Tag, wo der furcht⸗ bare, auf ihrem Hauſe laſtende Fluch auch auf ſie fallen würde.
Dieſe dunkle Vorahnung ließ auch Lord Steyne keine Ruhe. Er ſuchte das furchtbare, um ſein Bett ſpukende Geſpenſt in einem rothen Meere von Wein und Luſtbar⸗ keiten zu verſenken, und verlor es zuweilen auch in der Menge und bei ſeinen rauſchenden Vergnügungen aus den Augen. Allein ſtets ſuchte es ihn wieder auf, wenn er allein war, und ſchien mit jedem Jahre eine drohendere Haltung anzunehwen.
„Ich habe Deinen Sohn genommen,“ ſagte es; „warum ſoll ich nicht auch Dich nehmen? Ich kann Dich noch in einen Kerker führen, und dort hinter Schloß und Riegel verwahren, wie Deinen Sohn George. Ich kann Dich morgen auf den Kopf treffen, und dahin find dann
Freuden und Ehren, Feſte und Schoͤnheit, Freunde,
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