Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1851)
Entstehung
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Schmeichler, franzöſiſche Köche, ſchöne Pferde, und ſchöne Häuſer, — und Du bekommſt dafür einen Kerker, einen Hüter, und eine Strohmatratze, wie George Gaunt.“

Und dann forderte my Lord den drohenden Geiſt her⸗ aus; denn er kannte ein Mittel, wodurch es in ſeiner Macht ſtand, ſeinen Feind zu hintergehen.

So war alſo Glanz und Reichthum, aber vielleicht keine große Glückſeligkeit hinter den hohen geſchnitzten Portalen von Gaunt Houſe mit ihren vom Rauche ge⸗ ſchwärzten Kronen und Chiffern. Die Feſte, die dort gegeben wurden, gehörten zu den grandioſeſten in London; allein man war dabei nie ſehr fröhlich, wenn man die Gäſte abrechnet, die an my Lords Tiſche ſaßen.

Wäre er nicht ein ſo großer Fürſt geweſen, ſo hätten ihn wohl nur ſehr Wenige beſucht; allein auf dem Markte des Lebens iſt man gegen die Sünden ſehr hoher Perſonen ſehr nachſichtig. „Nous regardons à deux fois“ (ſagt die franzöſiſche Dame), ehe wir eine Perſon von my Lords unbezweifeltem Adel verdammen.“ Es gab wohl einige notoriſche Krittler und difficile Moraliſten, die mit Lord Steyne unzufrieden waren; allein ſie ließen es ſich nie zwei Mal ſagen, wenn er ſie in ſein Haus einlud.

„Lord Steyne treibt es doch gar zu arg,“ ſagte Lavh Slingſtone; „da aber- Jedermann hingeht, ſo kann ich natürlich nicht wegbleiben, und muß dafür Sorge tragen, daß meine Mädchen keinen Schaden nehmen.“

„Seine Lordſchaft iſt ein Mann, dem ich Viel, ja Alles im Leben verdanke,“ ſagte der Hochwürdige Dr. Trail, und dachte dabei, daß der Erzbiſchof etwas alters⸗ ſchwach werde; und Mrs. Trail, ſowie die jungen Ladies würden ebenſo gern die Kirche, als eine der Partien ſei⸗ ner Lordſchaft verſäumt haben.

„Seine Sitten ſind nicht die beſten,“ ſagte der kleine Lord Southvown zu ſeiner Schweſter, die ihm ſanfte Vor⸗ ſtellungen machte, da ihre Mama ihr die Vorgänge in