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wäre. Sein Großvater ſei auch ein Sonderling gewe⸗ ſen; es ſei in der Familie.
Seine Frau kehrte mit ihren Kindern nach England zurück, und wählte Gaunt Houſe zu ihrem Wohnſitze. Lord George gab ſeinen Poſten auf dem europäiſchen Continent auf, und ſollte, wie der Staatsanzeiger berich⸗ tete, nach Braſilien als Geſandter gehen. Allein man wußte es beſſer; er kehrte von dieſer Expedition nach Bra⸗ ſilien nicht mehr zurück — er ſtarb auch nicht in Bra⸗ ſilien — noch hielt er ſich dort auf, — noch war er überhaupt dahingekommen. Er war nirgends: er war ganz und gar verſchwunden. „Braſilien,“ ſagte ein Klatſch⸗ maul grinſend zum andern — „Braſilien iſt St. John's Wood. Rio Janeiro iſt ein von vier Mauern umgebener Landſitz; und George Gaunt iſt bei einem Hüter beglau⸗ der ihn mit dem Orden der Zwangsjacke beehrt
at.“
Solcher Art ſind die Grabſchriften, womit auf dem Jahrmarkte des Lebens die Menſchen einander beehren.
Zwei bis drei Mal in der Woche beſuchte, in den früheſten Morgenſtunden, die arme Mutter, zur Strafe ihrer Sünden, den armen Kranken. Bisweilen lachte er ſie aus (und ſein Gelächter war mitleiderregender, als ſein Weinen); bisweilen traf ſie den glänzenden diplomatiſchen Dandy des Wiener Congreſſes, wie er ein Kinderſpielzeug auf dem Boden herumzog, oder wie er eine Puppe, welche dem Kinde ſeines Wärters gehörte, liebkoste und pflegte.
Bisweilen erkannte er ſie, ſowie Pater Molé, ihren Gewiſſensrath und Begleiter; noch öfter aber vergaß er ſie, wie er Weib, Kinder, Liebe, Ehrgeiz, Eitelkeit ver⸗ geſſen hatte. Er erinnerte ſich jedoch ſeiner Eßſtunde, und pflegte zu weinen, wenn ſein mit Waſſer vermiſchter Wein nicht ſtark genug war.
Es war die myſteriöſe Familienkrankheit: die arme Mutter hatte ſie aus ihrem alten Geſchlechte in das der Der Jahrmarkt des Lebens. UMI. 19


