Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1851)
Entstehung
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Molé, den Beichtvater ihrer Ladyſhip, zu hetzen, und Orford gegen St. Acheul in den Kampf zu führen. Er pflegte abwechſelnd „Bravo, Latimer!“ und „Gut geſpro⸗ chen, Loyola“ zu rufen; er verſprach Molé die Biſchofs⸗ würde, wenn er übertreten würde, und betheuerte, daß er allen ſeinen Einfluß aufbieten wollte, um Trail zu einem Cardinalshut zu verhelfen, wenn er ſich entſchließen könnte, ſeiner Kirche abtrünnig zu werden. Keiner von den bei⸗ den Geiſtlichen wollte ſich überwunden gebenz und ob⸗ gleich die Mutter in ihrer Zärtlichkeit der Hoffnung lebte, daß es ihr noch gelingen würde, ihren jüngſten und Lieb⸗

lingsſohn zu ihrer Kirche, — ſeiner Mutterkirche — her⸗

überzuziehen, ſo mußte doch die fromme Dame eine traurige, furchtbare Erfahrung machen, — eine Erfahrung, die ein Gericht Gottes wegen der Sünde ihrer Ehe zu ſein

ſchien.

My Lord Gaunt heirathete, wie Jedem, der mit dem hohen Adel umgeht, bekannt ſein muß, Lady Blanche Thiſtlewvod, eine Tochter des edlen Bareacres'ſchen Hau⸗ ſes, von dem in dieſer wahrhaften Geſchichte ſchon früher die Rede geweſen iſt. Es wurde dem neuvermählten Paare ein Flügel in Gaunt Houſe angewieſen; denn das Haupt der Familie wollte daſſelbe gleichfalls beherrſchen, und konnte ſich überhaupt nicht an den Gedanken gewöh⸗ nen, mit Jemand ſeine Macht zu theilen — der Sohn und Erbe des Hauſes aber liebte das häusliche Leben nicht, hatte ſtets Streit mit ſeiner Frau, und borgte auf Poſtobits ſo viel Geld, als er über die ſehr mäßige Summe hinaus brauchte, die ihm von ſeinem Vater aus⸗ geſetzt war. Der Marquis kannte die Schulden ſeines Sohnes bei Heller und Pfennig. Bei ſeinem vielbe⸗ dauerten Ableben fand es ſich, daß er ſelbſt im Beſitze vieler Schuldſcheine ſeines Sohnes war, die ſeine Lord⸗ ſchaft aufgekauft, und für die Kinder ſeines jüngeren Sohnes, als Erbe, beſtimmt hatte.