ſchränkt zu gebieten hätte, er, bei ſeinem Regierungsantritte, es gerade ſo, wie die Sultane machen, und das Familien⸗ gut von allen Verbindlichkeiten dadurch befreien würde, daß er allen ſeinen jüngeren Brüdern auf einmal die Köpſe abſchlagen ließe; und ſo verhält es ſich, mehr oder weniger, bei ihnen allen. Ich ſage Ihnen, in ihrem Her⸗ zen ₰ ſie lauter Türken. Bah! Sir, ſie kennen die Welt.“
Uund da hier zufällig ein großer Herr vorbeikam, ſo flog Tom Eaves' Hut alsbald von ſeinem Kopfe herab, und es rannte mein Berichterſtatter mit einer Verbeugung und einem Grinſen auf ihn zu, woraus zu erſehen war, vaß auch er die Welt kannte — das heißt, in der Tom Eaves'ſchen Weiſe. Und da Tom jeden Shilling ſeines Vermögens gegen eine Leibrente weggegeben hatte, ſo
konnte er ſeine Neffen und Nichten gar wohl lieben, und
ſo war es ihm auch recht wohl möglich, in Beziehung auf Leute, die über ihm ſtanden, keinem anderen Gefühle Raum zu geben, als einem ſteten und großmüthigen Wunſche, bei ihnen zu ſpeiſen.
Zwiſchen die Marquifin und ihre natürliche Mutter⸗ liebe ſtellte ſich, als grauſame Scheidewand, die Glau⸗ bensverſchiedenheit. Die Liebe, die ſie zu ihren Söhnen fühlte, diente dazu, die ſchüchterne und fromme Dame nur noch furchtſamer und unglücklicher zu machen. Der Abgrund, der ſie von ihren Kindern trennte, war ein
verhängnißvoller und unüberſteiglicher. Sie konnte ihre
ſchwachen Arme nicht über denſelben hinüberſtrecken, und ſie konnte ihre Kinder nicht auf die Seite herüberziehen, auf der allein das Heil war, wie ihr ihr Glaube ſagte.
Während der Jugendzeit ſeiner Soöhne kannte Lord Steyne, der ſehr ſchöne Kenntniſſe hatte, und ein tüchtiger Caſuiſt war, wenn die Familie ſich auf dem Lande auf⸗ hielt, Abends nach dem Eſſen kein größeres Vergnügen, als beim Wein den Erzieher der Knaben, den Ehrwürdi⸗ gen Herrn Trail (jetzt Lord Biſchof von Caling) auf Pater


