Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

285

der des Großen vergleichen (ich berichte immer die An⸗ ſicht des Herrn Eaves), eine andere große Quelle des Troſtes für den Erſteren. Du, der Du wenig oder kein Vermögen zu vermachen oder zu erben haſt, kannſt mit Deinem Vater oder Deinem Sohne im Frieden leben, während der Erbe eines großen Fürſten, wie zum Beiſpiel my Lord Steyne einer iſt, natürlich darüber böſe ſein muß, daß er noch nicht an der Regierung iſt; und es läßt ſich leicht denken, daß derſelbe den Inhaber nicht mit einem gar freundlichen Auge betrachtet.

„Sie dürfen im Allgemeinen annehmen,“ pflegte die⸗ ſer ſardoniſche alte Eaves zu ſagen, „daß die Väter und die älteſten Soͤhne in allen großen Familien einander haſſen. Der Kronprinz befindet ſich ſtets auf der Oppoſitionsſeite, oder ſtrebt nach der Krone. Shakſpeare kannte die Welt wohl, mein lieber Herr, und wenn er beſchreibt, wie Prinz Heinz (von dem die Gaunts abſtammen wollen, obgleich ſie John von Gaunt ſo wenig angeht, wie Sie) die Krone ſeines Vaters aufſetzt, ſo ſchildert er ganz naturgetreu alle Thronerben. Oder wollen Sie mir vielleicht weiß machen, daß Ihnen, wenn Sie ein Herzogthum, ſowie ein Einkommen von tauſend Pfund per Tag zu erben hätten, der Beſitz nicht erwünſcht wäre? Bahl Und es läßt ſich nicht anders denken, als daß jeder Große, der einſt dieſes Gefühl gegen ſeinen eigenen Vater hegte, ſich in Betreff der Gefühle ſeines Sohnes keinen Augenblick täu⸗ ſchen kann; und ſo müſſen ſie denn einander beſtändig im peh haben, und feindſelig gegen einander geſinnt ein.

„Nun kommen wir erſt noch an die Gefühle, welche die älteren gegen die jüngeren Söhne hegen. Mein lieber Herr, Sie müſſen wiſſen, daß jeder ältere Bruder die jüngeren Sohne des Hauſes als ſeine Feinde anſieht, die ihm ſo viel baares Geld entziehen, das er nebenbei anzu⸗ ſprechen hat. Ich habe George Mae Turk, Lord Baja⸗

zet's älteſten Sohn, oft ſagen hoͤren, daß, wenn er unum⸗

— —