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Stehne, dem Nichts über die Freuden und Luſtbarkeiten dieſer Welt ging, nach ihrer Heirath nicht ſehr oft an der Seite dieſer zitternden, ſchweigſamen, abergläubiſchen, un⸗ glücklichen Dame geſehen wurde.
Der ſchon erwähnte Tom Eaves *) (der mit vorlie⸗ gender Geſchichte nur in ſofern verwoben iſt, als er alle vornehmen Leute in London, ſowie die Geſchichte und Myſterien jeder Familie kannte) hatte über my Lady Steyne noch Anderes erfahren, das wahr oder unwahr ſein mag.
„Die Demüthigungen,“ pflegte Tom zu ſagen, „denen ſich dieſe Frau in ihrem eigenen Hauſe ausgeſetzt geſehen hat, ſind entſetzlicher Art geweſen; Lord Stehne hat ſie genöthigt, ſich mit Frauenzimmern an einen Tiſch zu ſetzen, mit denen Mrs. Eaves nicht zuſammen kommen dürfte, und wenn es mir auch das Leben koſten ſollte — mit Lady Crackenbury, mit Mrs. Chippenham, mit Madame de la Cruchecassée, der Frau des franzöſiſchen Geſandt⸗ ſchafts⸗Sekretärs,“ (von welchen Damen allen Tom Eaves, — der ſeine Frau umgebracht haben würde, wenn ſie dieſelben gekannt hätte — nur zu gern ein Diner annahm, oder ſich einen Knicks machen ließ), „kurz mit der re⸗ gierenden Favorite. Und glauben Sie denn, daß dieſe Frau, von dieſer Familie, die ſo ſtolz iſt, wie die Bourbonen, und gegen welche die Steynes nur Lakaien, nur Glückspilze von geſtern ſind (denn ſie gehoͤren, genau betrachtet, nicht dem Hauſe der alten Gaunts, ſondern einem jüngeren und zweifelhaften Zweige ves Hauſes an); glauben Sie denn, ſage ich“ (der Leſer muß ſich geneig⸗ keſt erinnern, daß immer Tom Eaves ſpricht), „daß die Marquiſin von Steyne, das hochmüthigſte Frauen⸗ zimmer in ganz England, ſich gegen ihren Mann ſo un⸗ terwürfig und unterthänig zeigen würde, wenn nicht irgend ein Grund vorhanden wäre? Bah! Ich ſage Ihnen, es ſind geheime Gründe vorhanden. Ich ſage Ihnen,
*) Etwa gleichbedeutend mit: Horcher, Anfpaſſer.


