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hochgeſtellten Bekannten der Rawdon Grawlehs vorgeſtellt worden: er war kaum zu Rebekka's Geſellſchaften beige⸗ zogen worden, denn er war zu furchtſam, um viel zu ſpielen, und ſeine Anweſenheit langweilte George und Rawdon in gleicher Weiſe, die vielleicht Beide ohne Zeu⸗ gen bei dem Zeitvertreibe ſein wollten, woran ſie ihre Freude fanden. „Ah!“ dachte Jos, „nun kommt ſie zu mir, weil ſie mich braucht. Wenn ſie ſonſt Niemand hat, ſo kann ſie ſich ves alten Joſeph Sevley erinnern 1“ All⸗ ein, dieſe Zweifel abgerechnet, fühlte er ſich geſchmeichelt durch die von Rebekka in Betreff ſeines Muthes ausge⸗ drückte Anſicht.
Er erröthete gewaltig und nahm eine ungemein wich⸗
tige Miene an. „Ich möchte wohl den Kampf ſehen,“ ſagte er. „Jeder Mann von Muth würde ſo Etwas gern ſehen, wiſſen Sie. Ich habe während meines Aufenthalts in Oſtinden Gelegenheit gehabt, den Krieg etwas praktiſch kennen zu lernen, aber keineswegs in ſo großem Maßſtabe, wie es hier der Fall iſt.“ . „Ihr Männer würdet für ein Vergnügen Alles auf⸗ vpfern,“ erwiederte Rebekka. „Capitän Crawley hat mich dieſen Morgen verlaſſen, ſo luſtig, als ob er ſich an einer Jagdpartie betheiligte. Was kümmert er ſich um Andere! Was kümmert ſich irgend einer von euch Männern um die Qualen und den Kummer eines armen, verlaſſenen Weibes? (pIch möchte wohl wiſſen, ob er denn wirklich im Sinne hatte, zur Armee zu gehen, der große träge Gourmand.) Oh, lieber Herr Sedley, ich komme zu Ih⸗ nen, um Troſt zu ſuchen. Den ganzen Morgen habe ich auf den Knien gelegen. Ich zittere, wenn ich an die furchtbare Gefahr denke, in die unſere Gatten, unſere Freunde, unſere tapfern Truppen und Allürten ſich ſtür⸗ zen. Und ich komme zu Ihnen, um Schutz zu ſuchen, und finde einen andern meiner Freunde — den letzten, der mir geblieben iſt — entſchloſſen, an dem furchtbaren Kriegs⸗ ſpiele ſich zu betheiligen!“


