Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1850)
Entstehung
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zukommen; und nun ſchritt er auf ſeine hübſche Beſucherin zu, um, tief errothend, einige Entſchuldigungen hervorzu⸗ ſtottern. Er fragte ſie, wie ſie ſich nach den Ereigniſſen des Morgens — nach den Anſtrengungen des Balls, der in vergangener Nacht Statt gefunden, befände. Was aber Monſieur Iſidor betrifft, ſo nahm er den geblümten Schlafrock und verſchwand damit in dem anſtoßenden Schlaſzimmer ſeines Herrn.

„Wie ſchön iſt es doch von Ihnen, daß Sie dar⸗ nach fragen,“ ſagte ſie, eine ſeiner Hände zwiſchen ihre beiden nehmend und dieſelbe drückend. „Wie kaltblütig und gefaßt ſehen Sie doch aus, während Alles vor Schrecken ſich kaum mehr zu helfen weiß! Wie befindet ſich unſere liebe kleine Emmy? Es muß ein furchtbarer, furchtbarer Abſchied geweſen ſein.“

„Ja, furchtbar,“ ſagte Jos.

„Ihr Männer könnt doch Alles ertragen,“ erwiederte die Dame. „Ihr kümmert euch doch auch gar nichts um Trennungen und Gefahren. Geſtehen Sie mir nur gerade⸗ zu, daß Sie im Sinne hatten, zur Armee zu ſtoßen, und uns unſerem Schickſale zu überlaſſen. Ja, ja, das hatten Sie im Sinne — es ſagt mir Etwas, daß Sie damit umgingen. Es überkam mich ein ſolcher Schreck, als ſich der Gedanke in meinem Kopfe feſtſetzte (denn ich denke bisweilen an Sie, wenn ich allein bin, Herr Joſeph!), daß ich alsbald fortrannte, um an Sie die flehentliche Bitte zu richten, daß Sie uns doch hier nicht ſitzen laſ⸗ ſen möchten.“

Dieſe Worte ließen ſich etwa ſo überſetzen: „Mein lieber Herr, ſollte der Armee das Glück zuwider ſein, und ein Rückzug nöthig werden, ſo haben Sie einen recht be⸗ quemen Wagen, in den ich mich auch zu ſetzen gedenke.“ Ich weiß zwar nicht, ob Jos die Worte ſo verſtand. All⸗ ein es hatte ihn nicht wenig geärgert, daß die Dame wäh⸗ rend ihres Aufenthalts zu Brüſſel ihm ſo wenig Aufmerk⸗ ſamkeit bewieſen. Er war keinem der vornehmen und

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