236
lich höher ſtellen und ſo unendlich beſſer belohnen, als jede andere Eigenſchaft.
George entriß ſich alſo bei den Tönen des aufregen⸗ den Schlachtrufs den zarten Armen, die ihn gefangen ge⸗ halten hatten, nicht ohne ein Gefühl der Scham (obgleich die Bande nur ſchwach waren, in denen ihn ſeine Frau gefeſſelt hielt), vaß er ſich ſo lange hatte zuruckhalten laſ⸗ ſen. Derſelbe Eifer und dieſelbe Aufregung war bei allen ſeinen Freunden zu bemerken, mit denen wir gelegentlich bekannt geworden ſind, von dem dicken Major an, der vas Regiment in den Kampf führte, bis zu dem kleinen Stubble, der als Fähndrich an dieſem Tage die Fahne zu tragen hatte.
Die Sonne ging eben auf, als der Marſch begann — es war ein prachtvoller Anblick: — die Muſikbande ging voraus, den Regimentsmarſch ſpielend; — dann kam der commandirende Major, der ſein kräftiges Schlacht⸗ pferd, den Pyramus, ritt; ſodann folgten die Grenadiere, mit ihrem Capitän an der Spitze; im Centrum befand ſich die Fahne, getragen von dem älteſten und jüngſten Fähndriche; — darauf kam George an der Spitze ſeiner Compagnie. Er blickte lächelnd zu Amalien auf, und ſchritt vorüber, und ſelbſt die Töne der Muſik erſtarben nach und nach.


