Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1850)
Entstehung
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neral einher, und rauchte ſeine Cigarre, als ſie den zur Brigade des Generals gehörenden Truppen nacheilten; und erſt nachdem ſie mehrere Meilen zurückgelegt hatten, hörte er auf, ſeinen Schnurrbart zu bearbeiten, und ent⸗ ſagte ſeinem Stillſchweigen.

Was Rebekka anlangt, ſo beſchloß ſie, wie wir be⸗ reits gemeldet haben, weislich, beim Abſchiede ihres Gat⸗ ten keiner unfruchtbaren Sentimentalität ſich hinzugeben. Sie ſchwenkte ihm vom Fenſter aus ein Adieu zu, und verweilte dort einen Augenblick, um hinauszuſehen, nach⸗ dem er verſchwunden war. Die Thürme der Kathedrale und die hohen Giebel der alterthümlichen Häuſer fingen gerade an, in der aufgehenden Sonne ſich zu roͤthen. Sie hatte in dieſer Nacht noch nicht ausgeruht. Sie trug noch ihr hübſches Ballkleid, wobei das hübſche, in leichte Unordnung gerathene Haar ihr auf den Nacken herabfiel, und ihre Augenränder vom Wachen etwas dunkel waren. „Wie abſcheulich ſehe ich aus,“ ſagte ſie, ſich im Spiegel muſternd, „und wie blaß macht Einen dieſe Roſafarbe!“ Und nun legte ſie dieſes roſafarbene Kleid ab, wobei ſie ein Billet aus ihrem Corſette fallen ſah; ſie hob es lächelnd auf, und ſchloß es in ihr Toilette⸗Käſichen ein. Darauf ſtellte ſie ihr Ballbouquet in ein mit Waſſer ge⸗ fülltes Glas, ging zu Bette, und ſchlief bald ganz be⸗

haglich.

Die Stadt war ganz ruhig, als ſie um zehn Uhr aufwachte, und ihren Kaffee trank, der nach der Er⸗ ſchoͤpfung und dem Kummer über die Vorfälle des Mor⸗ gens ſehr nothwendig war, und ſehr gut ſchmeckte.

Als ſie dieſes Mahl zu ſich genommen, ging ſie des ehrlichen Rawdon's Rechnung von vergangener Nacht durch, und überdachte ihre Lage. Traf auch das Schlimmſte ein, ſo befand ſie ſich doch, wenn ſie Alles erwog, in einer ziem⸗ lich angenehmen Lage. Neben dem, was ihr Gatte ihr zu⸗ rückgelaſſen, hatte ſie noch Juwelen und ein Trouſſeau, die ihr gehörten. Wir haben bereits Gelegenheit gehabt, die