Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1850)
Entstehung
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Dragoners zur Mitternachtsſtunde im ganzen Hotel hören können. General Tufto hörte ihn wenigſtens in ſeinem, über dem ihrigen liegenden, Quartiere, im erſten Stocke; und Rebekka führte mit vielem Geiſte die ganze Scene beim Frühſtücke noch einmal auf, und gab dabei Raw⸗ don's Antrittsprevigt preis, zum lebhafteſten Entzücken des Generals.

Allein dieſe Tage und dieſe Reden gehörten der Ver⸗ gangenheit an. Als endlich die Nachricht ankam, daß der Felvzug eröffnet ſei, und die Truppen marſchiren müßten, verſiel Rawdon in eine ſo ernſte Stimmung, daß Becky ihn in einer Weiſe neckte, welche die Gefühle des Leib⸗ gardiſten einigermaßen verletzte. „Hoffentlich glaubſt Du nicht, daß ich Furcht habe,“ ſagte er mit etwas zitternder Stimme. „Allein ich bin ein ziemlich gutes Ziel für eine Kugel, und wenn eine ſolche mich trifft, ſo ſiehſt Du doch wohl, daß ich eine oder vielleicht zwei Perſonen zu⸗ rücklaſſe, die ich nicht unverſorgt wiſſen möchte, da ich varan Schuld bin, wenn ſie in der Patſche ſitzen. Zum Spaſſen gibt es da Nichts, Mrs. Crawley.“

Rebekka ſuchte durch hundert Liebkoſungen, und hun⸗ vert freundliche Worte die verletzten Gefühle des liebenden Gatten wieder zu beſänftigen. Nur dann, wenn die Leb⸗ haftigkeit und das humoriſtiſche Weſen dieſes munteren Geſchöpfes die Oberhand gewannen (wie dieß in der That in den meiſten Lebensverhältniſſen auch der Fall war), ließ es ſeiner Satyre den Zügel ſchießen, konnte aber in einem Augenblicke wieder ganz ernſthaft darein ſehen⸗ „Liebſter Schatz,“ ſagte Beck)y, „glaubſt Du, ich fühle Nichts?“ Und haſtig Etwas aus ihren Augen wiſchend, ſah ſie ihrem Gatten lächelnd in's Geſicht.

„Sieh her,“ ſagte er. „Wir wollen ſehen, was für Dich übrig bleibt, wenn ich fallen ſollte. Ich habe hier ziemlich glücklich geſpielt, und da ſind zweihunvertdreißig Pfund. In meiner Taſche habe ich zehn Napoleonsd'or. Weiter brauche ich nicht; denn der General zahlt Alles,

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