Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1850)
Entstehung
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wo Alles noch mehr Leben zu haben ſchien, als ſelbſt im Ballſaale.

George war ſchon ein Paar Male böſe geweſen, daß er, von Partien nach Hauſe kommend, ſeine Frau noch nicht im Bette gefunden hatte. Sie machte ſich daher alsbald in's Bett; allein obgleich ſie nicht ſchlief, und obgleich das Getöſe und Geraſſel, und das Vorbeigalop⸗ piren von Reitern keinen Augenblick aufhörte, ſo hörte ſie doch Nichts von All' dem, da die Störung, ſo ſie wach erhielt, ganz anderer Natur war.

Unterdeſſen ging Osborne, vor Aufgeblaſenheit ſich nicht mehr kennend, an einen Spieltiſch, und fing an, ganz wahnſinnig zu ſetzen. Er gewann wiederholt. „Hente Abend habe ich doch in Allem Glück,“ ſagte er. Allein ſelbſt ſein Glück im Spiele heilte ihn nicht von ſeiner Raßtloſigkeit; und er ſprang daher nach einer Weile auf, ſteckte ſeinen Gewinn ein, und ging auf ein Buffet zu, wo er viele Gläſer Wein mit fieberhafter Haſt hinunter⸗ ſchüttete.

Hier fand ihn Dobbin, wie er mit den Umſtehenden darauf losſchwatzte, laut lachte, und vor Aufregung faſt außer ſich war. Er war an den Spieltiſchen geweſen, um dort nach ſeinem Freunde zu ſehen. Dobbin ſah ſo blaß und ernſt aus, als ſein Kamerad jovial und erhitzt war.

„Hullo, Dob! Komm' und trink', alter Dob! Der Wein des Herzogs iſt famos. Geben Sie mir noch mehr, Sie, Sir;“ und er hielt ein zitterndes Glas hin.

„Komm' heraus, George,“ ſagte Dobbin, fortwäh⸗ rend ernſt; „trink' nicht.“

„Trink' nicht! Es gibt nichts Beſſeres auf dieſer Welt, als das Trinken. Trink' ſelbſt auch, und beleuchte Deine Laternen⸗Backen, alter Knabe. Auf Dein Wohl!“

Dobbin ging näher zu ihm hin, und flüſterte ihm Etwas zu, worauf George, zuſammenfahrend und einen wilden Hurrahruf von ſich gebend, den Inhalt ſeines Gla⸗