Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1850)
Entstehung
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und hatte dieſen letzten Abſchied nicht geſehen. George entfernte ſich alſo mit dem Bouguet; als er aber daſſelbe der Eigenthümerin übergab, lag ein Brieſchen, wie eine Schlange, unter den Blumen verſteckt. Rebekka's Auge fiel alſogleich darauf. Sie hatte ſchon in ihrer früheſten Jugend mit Briefchen umzugehen gelernt. Sie ſtreckte ihre Hand aus, und nahm den Strauß. Er ſah an ihren Augen, als ſie den ſeinigen begegneten, daß ſie wohl wiſſe, was ſie darin zu finden erwarte. Ihr Mann ging mit ihr eiligſt davon, anſcheinend viel zu ſehr mit ſeinen eige⸗ nen Gedanken beſchäftigt, um etwaige zwiſchen ſeinem Freunde und ſeiner Frau gewechſelte Erkennungszeichen zu bemerken. Letztere waren indeſſen nicht ſehr in die Augen fallend. Rebekka gab George eine Hand mit einem ihrer gewöhnlichen raſchen ſchlauen Blicke, machte einen Knicks, und entfernte ſich. George verbeugte ſich über die Hand hin, ſagte Nichts auf eine Bemerkung Craw⸗ ley's, ja hörte dieſelbe nicht einmal (ſo gewaltig war bei ihm das Triumphgefühl und die Aufregung), und ließ ſie gehen, ohne ein Wort zu finden.

Seine Frau ſah wenigſtens einen Theil deſſen, was vor ſich ging, nämlich die Bouquetſcene. Daß George auf Rebekka's Bitte ihren Shawl und Blumen holte, war ganz in der Ordnung: es war nicht mehr und nicht we⸗ niger, als was er im Laufe der letzten Tage wohl zwan⸗ zig Mal gethan hatte; aber jetzt war es ihr voch zu

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„William,“ ſagte ſie, ſich plotzlich an den in ihrer Nähe befindlichen Dobbin anklammernd, „Sie ſind ſtets ſehr freundlich gegen mich geweſen — es iſt mir — es iſt mir nicht ganz wohl. Bringen Sie mich nach Hauſe.“

Sie wußte nicht, daß ſie ihn mit ſeinem Taufnamen anredete, wie George gewöhnlich that. Raſch führte er ſie hinweg. Ihre Wohnung war hart daneben, und ſie wanden ſich durch die außen ſtehende Menge hindurch,