Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1850)
Entstehung
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Es kann wohl kaum ein Zweifel darüber obwalten, ob der alte Osborne wirklich Alles glaubte, was er ſagte, und ob es den Mädchen mit ihren Freundſchaftsverſiche⸗ rungen gegenüber der Miß Swartz wirklich ernſt war. Auf dem Jahrmarkte des Lebens hängt man ſich ganz natürlich an reiche Leute. Wenn die ſchlichteſten Leute ge⸗ neigt ſind, nicht wenig freundlich auf den großen Reich⸗ thum zu blicken, (denn ich rufe jedes Mitglied des briti⸗ ſchen Publikums in die Schranken, und fordere es auf, zu ſagen, ob nicht das Wort „Reichthum“ etwas Ehr⸗ furcht Einflößendes und Wonnevolles für es hat; und ich fordere Dich ſelbſt auf, lieber Leſer, mir zu ſagen, ob Du nicht, wenn man Dir ſagt, duß der bei Tiſche neben Dir ſitzende Mann eine halbe Million beſitze, denſelben mit einem gewiſſen Intereſſe anſiehſtz) — wenn ſchlichte Leute mit ſo vielem Wohlwollen auf das Geld blicken, um wie viel mehr muß es dann nicht der Fall ſein bei alten Weltlingen! Ihre Liebe ſtürzt ſich dem Gelde ent⸗ gegen, um vaſſelbe zu bewillkommen. Ihre freundſchaft⸗ lichen Gefühle gegen die intereſſanten Beſitzer deſſelben er⸗ wachen von ſelbſt. Ich lenne einige reſpektable Leute, die für Niemand Freundſchaft hegen zu dürfen glauben, der nicht ein gewiſſes Vermögen, vder eine Stellung in der Geſellſchaft hat. Bei paſſenden Gelegenheiten laſſen ſie ihren Gefühlen vollen Spielraum. Und ein Beweis für die Wahrheit des Geſagten iſt, daß der größere Theil der Ooborne'ſchen Familie, dem es während fünzehn Jahren unmöglich gewefen war, eine herzliche Zuneigung zu Amalie Sedleh zu faſſen, im Laufe eines einzigen Abends für Miß Swartz ſich ſo ſehr eingenommen fühlte, daß ſelbſt der romantiſchſte Freundſchaftsvertheidiger auf den erſten Blick nicht mehr wünſchen konnte.

„Welche vortreffliche Partie wäre ſie für George, und wie unendlich iſt ſie der kleinen unbedeutenden Amalie vorzuziehen,“ — ſo ſprachen ſowohl die Schweſtern, als Miß Wirt. „Ein Burſche, ſo glänzend wie er, ein Burſche