Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1850)
Entstehung
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Einundzwanzigſtes Kapitel.

Ein Streit um eine Erbin.

Man kann wohl Liebe fühlen für jede junge Dame, welche die Eigenſchaften der Miß Swartz beſitzt; und der alte Herr Osborne trug ſich plotzlich mit ehrgeizigen Plä⸗ nen, welche ſie realiſiren ſollte. Er ermuthigte mit größter Freundlichkeit und allem ihm zu Gebot ſtehenden Enthu⸗ ſiasmus die liebenswürdige Anhänglichkeit ſeiner Töchter für die junge Erbin, und betheuerte, daß es ihm, als Va⸗ ter, die aufrichtigſte Freude mache, zu ſehen, wie die Liebe ſeiner Mädchen auf eine ſo würdige Perſon gefallen.

„Sie werden, theure Miß,“ pflegte er zu Miß Rhoda zu ſagen, „in unſerem beſcheidenen Hauſe in Ruſſell⸗Square nicht jenen Glanz und jene Perſonen von Rang finden, die Sie in Weſt⸗End zu treffen gewohnt ſind. Meine Töchter ſind einfache, uneigennützige Mädchen, aber das Herz ſitzt ihnen auf dem rechten Flecke, und ſie haben eine Zuneigung zu Ihnen gefaßt, die ihnen Ehre macht — ich ſage, die ihnen Ehre macht. Ich bin ein ſchlichter, ein⸗ facher, unbedeutender britiſcher Kaufmann — ein ehrlicher, wie meine verehrten Freunde, Hulker und Bullock, einſt die Correſpondenten Ihres viel betrauerten ſeligen Vaters, bezeugen können. Sie werden an uns eine einfache, eini⸗ ge, glückliche, und ich glaube wohl ſagen zu können, ge⸗ achtete Familie: — Sie werden bei uns einen einfachen Tiſch, ſchlichte Leute, aber ein warmes Willkommen fin⸗ den, meine theure Miß Rhoda — Rhoda, laſſen Sie mich ſagen, denn mein Herz erglüht wirklich für Sie. Ich bin ein offener Mann, und liebe Sie. Ein Glas Champagner, Hicks! Champagner für Miß Swartz!“

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