Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1850)
Entstehung
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reich ein verdammter Verräther ſei — ein Verräther und nichts Anderes ? Ich mag nicht verblümt ſprechen — ein ſcheinheiliger Projektmacher, ein holliſcher Verräther, der die ganze Zeit über ſeinen Schwiegerſohn zurück haben wollte. Und ich ſage, daß die Flucht Boney's aus Elba ein verdammter Betrug und ein Complott war, Sir, wo⸗ bei die Hälfte der europäiſchen Mächte betheiligt war, um die Fonds fallen zu machen, und unſer Land zu ruiniren. Deßhalb bin ich hier, William. Deßwegen ſteht mein Namen in der Gazette. Warum, Sir? — Weil ich dem Kaiſer von Rußland und dem Prinz⸗Regenten traute. Sehen Sie her. Sehen Sie meine Papiere an. Sehen Sie, wie die Fonds am 1. März ſtanden — wie die franzöſiſchen Fünfprocents ſtanden, als ich Zeitkäufe machte. Und wie ſtehen ſie jetzt? Hier fand ein heiliges Einver⸗ ſtändniß Statt, Sir, ſonſt wäre der Schurke gewiß nie entkommen. Wo war ver engliſche Commiſſär, der ihn durchwiſchen ließ? Man ſollte ihn erſchießen, Sir — ſollte ihn vor ein Kriegsgericht ſtellen und erſchießen, beim Zeus!“

„Es wird nicht lange anſtehen, ſo jagen wir den Boneh davon, Sir,“ ſagte Dobbin, etwas unruhig gemacht durch die Wuth des alten Manns, deſſen Stirnadern zu ſchwellen aufingen, und der mit geballter Fauſt auf ſeine Papiere hineinſchlug. „Es ſteht nicht mehr lange an, ſo jagen wir ihn davon, Sir, — der Herzog iſt bereits in Belgien, und wir erwarten täglich Marſchbefehl.“

„Gebt ihm keinen Pardon. Bringt den Kopf des Halunken mit, Sir. Schießt den feigen Kerl zu Boden,“ brüllte Sedley. „Ich würde ſelbſt in's Feld ziehen, beim —; aber ich bin ein alter, darniedergebeugter, rui⸗ nirter Mann — ruinirt durch den verdammten Schurken, und einen Haufen von Gaunern und Dieben in unſerem Lande, die ich zu Männern gemacht, Sir, und jetzt eigene Equipage haben,“ ſetzte er mit gebrochener Stimme hinzu.

„