Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1850)
Entstehung
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Luft, Zerſtreuung, — die köſilichſten Arzenelen in der Pharmakopoöe,“ ſagte Herr Clump lächelnd und ſeine ſchönen Zähne zeigend. „Laſſen Sie ſie aufſtehen, theure Madam; überreden Sie ſie dazu; machen Sie, daß ſie ihr Bett verläßt, und nicht mehr ſo niedergeſchlagen iſt; beſtehen Sie darauf, daß ſie jeden Tag ausfährt, wenn auch nur auf ganz kurze Zeit. Dieſe Spazierfahrten wer⸗ den auch auf Ihre Wangen die Roſen zurückbringen, wenn ich mit Mrs. Bute Crawley ſprechen darf.“

„Der zufällige Anblick ihres abſcheulichen Neffen im Parke, wo, wie man mir ſagt, der miſerable Menſch mit ſeiner ſchamloſen Mitſchuldigen ſich im Wagen zu zeigen pflegt,“ ſagte Mrs. Bute (die Katze der Selbſtſucht aus dem Sacke der Heimlichkeit laſſend), „würde ihr einen ſolchen Schlag verurſachen, daß wir ſie alsbald würden zurück, und in's Bett bringen müſſen. Sie darf nicht ausgehen, Herr Clump. So lange ich da bin, um über ſie zu wachen, darf ſie nicht aus dem Hauſe. Und was meine Geſundheit betrifft, — was liegt daran? Freudig gebe ich dieſelbe hin, Sir. Ich opfere ſie auf dem Altare der Pflicht.“

„Auf meine Ehre, Madam,“ ſagte jetzt Herr Clump geradezu heraus, „ich ſtehe nicht für ihr Leben, wenn ſie in dieſem dunkeln Zimmer eingeſchloſſen bleibt. Sie iſt ſo angegriffen, daß wir ſie jeden Tag verlieren können; und wenn Sie wollen, daß Capitän Crawley ſie beerbe, ſo muß ich mit aller Offenheit Sie darauf aufmerkſam machen, Madam, daß Sie Alles thun, um ihm zu dienen.“

„Gütiger Himmel! Iſt denn ihr Leben in Gefahr?2“ rief Mrs. Bute. „Warum, warum, Herr Clump, ſagten Sie mir das nicht früher?“

Den Abend vorher hatten Herr Clump und Dr. Squills (bei einer Flaſche Wein im Hauſe von Sir La⸗ pin Warren, deſſen Gemahlin ihn eben mit einem drei⸗ zehnten Sprößlinge beſchenken wollte) den Zuſtand der Miß Crawleh mit einander beſprochen.