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derben geſtürzt. Sie kannte die armen Gewerbsleute, die durch ſeine Verſchwendung an den Bettelſtab gebracht worden — die niederträchtigen Mittel und Spitzbübereien, wodurch er ſich Credit zu verſchaffen gewußt — die koloſ⸗ ſalen Lügen, womit er die edelmüthigſte aller Tanten hinter's Licht geführt, und die Undankbarkeit und den Spott, womit er deren Opfer vergolten. Alle dieſe Ge⸗ ſchichten theilte ſie Miß Crawley allmählig mit, und zwar ſo ausführlich, wie möglich; erachtete es für ihre Pflicht als Chriſtin und Familienmutter, ſo zu handeln; legte nicht das geringſte Mitleiden für das Opfer an den Tag, das ihre Zunge hinſchlachtete; ja, hielt ihre Handlungs⸗ weiſe hoͤchſt wahrſcheinlich für ungemein verdienſtlich, und
that ſich auf die Entſchloſſenheit, womit ſie zu Werke
ging, nicht wenig zu gute. Ja, man ſage, was man will: ſoll ein Menſch um ſeinen guten Ruf gebracht wer⸗ den, ſo iſt zu ſolchem Geſchäfte Niemand geeigneter, als ein Verwandter. Und was den elenden, unglücklichen Rawdon Crawley betrifft, ſo muß man geſtehen, daß ſchon die bloße Wahrheit zu ſeiner Verdammung voöllig hin⸗ reichte, und daß alle Erfindungen der Seandalſucht von Seiten ſeiner Freunde eine durchaus überflüſſige Mühe waren.
Da nun auch Rebekka eine Verwandte war, ſo hatte ſie natürlich ebenfalls vollen Antheil an den gütigen Nach⸗ forſchungen der Mrs. Bute. Dieſe unermüdlich nach Wahr⸗ heit ſtrebende Perſon (ſie hatte ſtrengen Befehl gegeben, gegen alle Emiſſäre oder Briefe von Rawdon die Thüre zu verſchließen) nahm Miß Crawleys Wagen, und fuhr zu ihrer alten Freundin, Miß Pinkerton, in Minerva Houſe, Chiswick Mall, der ſie die ſchreckliche Nachricht von der Verführung Capitän Rawdon's durch Miß Sharp mittheilte, und von der ſie verſchiedene merkwürdige Ein⸗ zelheiten über die Geburt und frühere Geſchichte der Ex⸗ gouvernante erhielt. Die Freundin des großen Lexicogra⸗ phen war reich genug an intereſſanten Geſchichten. Miß


