Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1850)
Entstehung
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ſchirr, als jetzt zum Gebrauche ungeeignet, einſchließen. Der Doktor mußte täglich zwei Mal kommen, und alle zwei Stunden überſchwemmte ſie ihre Patientin mit Arze⸗ neien. Trat Jemand in das Zimmer, ſo ließ ſie ein ſo ziſchendes und ominöſes Sch Sch Sch hoͤren, daß ſie die arme alte Dame vor Schreck zuſammenfahren machte in ihrem Bette, aus dem dieſe nicht hervorblicken konnte, ohne Mrs. Bute's kleine, kugelförmige Augen, — da Letztere nicht aus dem Armſtuhle neben dem Bette kam — eifrig auf ſich geheftet zu ſehen. Die kleinen Augen ſchienen ſogar im Dunkeln zu leuchten (denn die Vorhänge mußten ſtets zuſammengezogen ſein), wenn Mrs. Bute im Zimmer auf ſammtenen Pfoten, wie eine Katze, herum⸗ ging. So lag Miß Crawley Tage lang — ja viele, viele Tage lang da, und Mrs. Bute las ihr aus Gebetbüchern vor: ſo lag ſie Nächte, lange Nächte hindurch da, wäh⸗ rend welcher ſie hören mußte, wie der Nachtwächter rief, wie das Nachtlicht ſpritzte; um Mitternacht wurde ſie zu guter Letzt noch von dem behutſam einhertretenden Apo⸗ theker beſucht, und dann allein gelaſſen, um Mrs. Bute's funkelnde Augen, oder das gelbe Flackern des Nachtlichts auf der düſtern Zimmerdecke zu betrachten. Hygieia ſelbſt würde bei einem ſolchen Regime krank geworden ſein; um wie viel mehr mußte es alſo dieſes arme, alte, ner⸗ venſchwache Opfer werden! Wir haben geſagt, daß dieſe ehrwürdige Bewohnerin des Jahrmarkts des Lebens, wenn ſie geſund und luſtig war, über Religion und Moral ſo frei dachte, wie nur Monſieur de Voltaire ſelbſt hätte wünſchen können; ſobald ſie aber erkrankte, wurde ihr Zuſtand durch die entſetzlichſten Todesſchrecken verſchlim⸗ mert, und dann bemächtigte ſich der alten darniederlie⸗ genden Sünderin die äußerſte Feigheit.

Ein Krankenbeit zum Einflechten von Homilien und frommen Betrachtungen zu benützen, iſt ſicherlich in einem bloßen Geſchichtbuche nicht am Platze, und wir haben nicht im Sinne, (nach der Manier einiger modernen Ro⸗