ley ſelbſt aushalten; und hatte Letztere nicht ein geheimes Verlangen, den vertriebenen Gegner darin wieder aufzu⸗ nehmen, und denſelben willkommen zu heißen? Die alte Dame hatte Rawdon gern, ſowie auch Rebekka, die ſie amüſirte. Mrs. Bute konnte ſich die Thatſache nicht ver⸗ hehlen, daß keine ihrer Parteigänger und Parteigänge⸗ rinnen zur Unterhaltung der Stadtdame ſoviel beizutragen im Stande ſei. „Ich weiß, daß das Singen meiner Mädchen nach dem der kleinen odiöſen Gouvernante gar nicht gefällt,“ geſtand ſich die aufrichtige Frau Pfarrerin ſelbſt. „Sie ſchlief immer ein, wenn Martha und Louiſe ihre Duette ſpielten. Jim's ſteife Univerſitäts⸗Manieren, und die Geſpräche des armen theuren Bute über ſeine Pferde und Hunde langweilten ſie ſtets. Würde ich ſie mit mir in das Pfarrhaus nehmen, ſo würde ſie zuver⸗ läßig auf uns Alle bös werden, und entfliehen; und dann könnte ſie wieder in die Klauen des abſcheulichen Rawdon fallen, und ein Opfer jener kleinen Viper von einer Sharp werden. Unterdeſſen iſt es mir klar, daß ſie äußerſt un⸗ wohl iſt, und jedenfalls einige Wochen lang das Haus nicht verlaſſen kann; während dieſer Zeit müſſen wir ir⸗ gend einen Plan aushecken, um ſie dor den Anſchlägen dieſer nichtswürdigen Leute zu ſchützen.“
Sagte Jemand Miß Crawley ſogar in ihren beſten Augenblicken, einmal, daß ſie unwohl ſei, oder fo ausſehe, ſo ſchickte die zitternde alte Dame auf der Stelle nach ihrem Doktor; und es läßt ſich wohl annehmen, daß ſie nach dem plötzlichen Familienereigniſſe, das ſtärkere Ner⸗ ven, als die ihrigen, hätte erſchüttern können, wir klich ſehr unwohl war. Mrs. Bute wenigſtens erachtete es als ihre Pflicht, den Arzt, und den Apotheker, und die Geſellſchaftsdame, und die Dienſtboten wiſſen zu laſſen, daß Miß Crawleh ſich in einem überaus kritiſchen Zu⸗ ſtande befinde, und daß ſie ſich darnach zu benehmen hät⸗ ten. Sie ließ die Straße knietief mit Stroh beſtreuen, den Thürklopfer abnehmen, und Herrn Bowls'“ Silberge⸗


