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Neunzehntes Kapitel.
Miß Crawley in der Pflege.
Wir haben geſehen, wie Mrs. Firkin, die Kammer⸗ frau, ſich verpflichtet fühlte, jedes für die Crawley'ſche Familie wichtigere Ereigniß, ſobald es zu ihrer Kenntniß kam, der Mrs. Bute Crawley im Pfarrhauſe mitzuthei⸗ len; auch haben wir weiter oben erwähnt, wie außer⸗ ordentlich freunvlich und aufmerkſam die vorbenannte gut⸗ müthige Dame gegen Miß Crawley's vertraute Dienerin war. Dieſelbe war auch für Miß Briggs, die Geſell⸗ ſchaftsdame, eine gnädige Freundin geweſen, und hatte das Wohlwollen derſelben durch eine Unzahl jener Auf⸗ merkſamkeiten und Verſprechungen gewonnen, die dem, von welchem ſie ausgehen, ſo wenig koſten, und doch dem Empfänger ſo angenehm find, und ſo werthvoll erſcheinen. Es muß wirklich jeder gute Haushälter und jede gute Hausfrau wiſſen, wie wohlfeil und wie liebenswürdig da⸗ vei ſolche Kundgebungen ſind, und welchen Wohlgeſchmack ſie dem einfachſten Gerichte im Leben verleihen. Wer war doch gleich der einfältige Menſch, der ſagte: „Mit bloßen ſchoͤnen Worten ſchmälzt man kein Gericht?“ Ich aber ſage, im Leben wird die Hälfte der Gerichte mit keiner andern Sauce ſervirt, und ſchmackhaft gemacht. Wie der unſterbliche Aleris Soyer für einen halben Penny eine deliciöſere Suppe bereiten kann, als ein ungeſchickter Koch mit vielen Pfunden von Fleiſch und Gemüſen, ebenſo wird auch ein geſchickter Künſtler mit etlichen einfachen und angenehmen Phraſen weiter kommen, als ein bloßer Stüm⸗ per mit einem Vorrathe auch noch ſo ſubſtanzieller Wohl⸗ thaten in der Hand. Ja, wir wiſſen ſogar, daß ſubſtan⸗


