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zielle Wohlthaten einige Mägen oft zum Erbrechen reizen, während die meiſten jedes beliebige Quantum ſchöner Worte verdauen, und ſiets noch mehr dergleichen Futter haben wollen. Mrs. Bute hatte der Briggs und der Firkin ſo oft von der großen Zuneigung geſprochen, die ſie für ſie hege; und was ſie für ſo vortreffliche und ergebene Freundinnen thun würde, wenn ſie Miß Craw⸗ ley's Vermögen beſäße, daß die in Frage ſtehenden Da⸗ men ſie nicht genug reſpectiren zu können glaubten, und gerade ſo viel Dankbarkeit und Vertrauen fühlten, als ob Mrs. Bute ſie mit den koſtſpieligſten Gunſtbezeigungen überhäuft hätte.
Andererſeits gab Rawdon Crawley, wie ein ſelbſi⸗ ſüchtiger, geiſtesarmer Dragoner, der er war, ſich nie die geringſte Mühe, die Adjutantinnen ſeiner Tante ſich geneigt zu machen, legte ſeine Verachtung für das Paar ganz offen an den Tag — ließ ſich einmak von der Firkin ſeine Stiefeln ausziehen — ſchickte ſie im Regen aus mit Aufträgen, die ihr als herabwürdigend erſcheinen mußten — und gab er einmal eine Guinee, ſo warf er ihr die⸗ ſelbe zu, wie wenn ſie eine Ohrfeige wäre. Da auch ſeine Tante die Briggs zur Zielſcheibe ihres Spoites machte, ſo ahmte der Capitän ihr Beiſpiel nach, und ver⸗ folgte ſie mit ſeinen Späſſen, — Späſſe, die etwa ſo zart waren, wie ein Schlag ſeines Pferdes. Mrs. Bute da⸗ gegen zog ſie in ſchwierigen Angelegenheiten, oder in Sa⸗ chen des Geſchmacks zu Rathe, bewunderte ihre Poeſie, und bewies durch tauſend Acte der Höflichkeit und Freund⸗ lichkeit, wie ſehr ſie die Briggs ſchätze; und wenn ſie der Firkin ein Geſchenk im Werthe von 2 ½ Pence machte, ſo begleitete ſie daſſelbe mit ſo vielen Complimenten, daß die 2 ½ Pence im Herzen der dankbaren Kammerfrau ſich in pures Gold verwandelten; dabei erwartete Letztere ganz zufrieden irgend eine ungeheure Wohlthat, die ihr an dem Tage zu Theil werden müßte, wo Mrs. Bute ihr großes Erbe einthun würde.


