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Knabe ihr auf einer Meſſe gekauft; eine goldene Kette, und ein Schlößchen mit Haaren.
„Es iſt Alles aus,“ ſagte er mit einem Seufzer, worin ſich tiefe Reue ausſprach. „Sieh' her, Will, Du kannſt es leſen, wenn Du willſt.“
Es lag ein nur wenige Zeilen enthaltendes Briefchen da, und darauf deutete er hin. Das Billet ſelbſt war folgenden Inhalts: —
„Mein Papa hat mir befohlen, Ihnen dieſe Ge⸗ ſchenke zurückzugeben, die ich in glücklichen Tagen von Ihnen erhalten; und ich ſoll Ihnen zum letzten Male ſchreiben. Ich glaube, ja ich weiß, Sie werden den Schlag, der uns getroffen, eben ſo ſehr fühlen, wie ich. Ich bin es, die ein Verhältniß aufhebt, das bei unſerem gegenwärtigen Elende unmöglich iſt. Ich halte mich überzeugt, daß Sie daran eben ſo wenig Antheil hatten, als an dem grauſamen Verdachte des Herrn Osborne, der von Allen uns am Meiſten drückt. Leben Sie wohl. Leben Sie wohl. Ich flehe zu Gott, daß er mich ſtärken möge, um dieſes und noch anderes Unglück zu ertragen, und ebenſo jlehe ich zu ihm, daß ſein Segen ſtets über Ihnen ruhen moͤge.“
„Amalie.“
N. S. „Ich werde oft auf dem Pianoforte, — Ihrem Pianvforte ſpielen. Es ſah Ihnen gleich, daß Sie mir es ſchickten.“
Dobbin war ſehr weichherzig. Der Anblick eines be⸗ kümmerten Frauenzimmers oder Kindes ſtimmte ihn ſtets weich. Der Gedanke, daß Amalie von Gram verzehrt und einſam ſei, zerriß ſeine gute Seele. Und er gab ſich mit einem Male Gefühlen hin, die Jeder, der Luſt dazu verſpürt, als unmännlich anſehen mag. Er ſchwor, daß Amalie ein Engel ſei, wozu Osborne von ganzem Herzen ja ſagte. Auch er hatte ihre beiderſeitige Lebensgeſchichte überblickt, — und ſie, von ihrer Kindheit bis zu ihrem


