Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

„

29

die Zeit endlich gekommen, auf die das ſte Regiment ſo lange und ſo ſehnlich gewartetz jetzt konnte es den Waffenbrüdern zeigen, vaß es den Veteranen, ſo auf der pyrenäiſchen Halbinſel ſich unvergängliche Lorbeeren gs⸗ fammelt, ebenbürtig, und daß nicht aller Muth und alle Tapferkeit des — ſten Regiments durch das Klima Weſtin⸗ diens und das gelbe Fieber ertödtet worden ſei. Stubble und Spooney dachten nun Compagnieführer werden zu können, ohne ihr Patent erſt zu kaufen. Noch vor dem Ende des Feldzugs (bei dem ſie ſich zu betheiligen be⸗ ſchloß) hoffte die Frau Majorin O'Dowd ſich Frau Oberſt O'Dowd, 6. B., *) ſchreiben zu konnen. Un⸗ ſere zwei Freunde, Dobbin und Osborne, waren ebenſo aufgeregt, wie alle Uebrigen: und jeder nahm ſich auf ſeine Weiſe — Herr Dobbin ganz ruhig, Herr Osborne gar laut und energiſch — vor, ſeine Pflicht zu thun, und ſeinen Theil Ehre und Auszeichnung zu erringen.

Die Aufregung, welche ſowohl in der Armee als im ganzen Lande in Folge dieſer Nachricht entſtand, war ſo groß, daß man Privatſachen nur wenig beachtete; und wahrſcheinlich wurde deßhalb George Hsborne, der ſo eben zum Hauptmann befördert, mit den Vorbereitungen zu dem unausbleiblichen Marſche beſchäftigt war, und ſich nach weiterer Beforderung ſehnte, — nicht ſo ſehr durch andere Ereigniſſe angegriffen, die ihn in ruhigeren Zeiten intereſſirt haben würden. Er war, wir müſſen es bekennen, über die Kataſtrophe des guten alten Herrn Sedley nicht ſehr niedergeſchlagen. Er probirte ſeine neue Uniform, die ihm ſehr gut ſtand, an dem Tage, wo die erſte Verſammlung der Gläubiger des unglücklichen Herrn Satt fand. Sein Vater ſprach ihm von dem boshaften, ſpitzbübiſchen, ſchändlichen Benehmen des Bankerottirers; erinnerte ihn an das, was er wegen Amaliens geſagt, und wiederholte ihm, daß ihr Verhältniß für immer ab⸗

*) Comander ok ihs Balh. Komthur vom Badorden.