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Verhandlungen mit ſeinen Gläubigern, — Verhandlungen⸗
welche den gedemüthigten alten Herrn ſo ſehr darnieder
vrückten, daß er in ſechs Wochen mehr alterte, als wäh⸗
rend der verfloſſenen fünfzehn Jahre — ſchien der ent⸗
ſchloſſenſte und hartnäckigſte John Osborne zu ſein, —
John Osborne, ſein alter Freund und Nachbar — John
Osborne, deſſen Glück er gemacht — John Osborne, der
ihm hundert Verbinvlichkeiten ſchuldete, und deſſen Sohn
Sevley's Tochter heirathen ſollte. Schon einer dieſer
Gründe würde die Bitterkeit von Osborne's Widerſtand hinreichend erklären können.
Wenn ein Menſch einem andern, mit dem er ſpäter
Streit bekömmt, recht viele Verbindlichkeiten ſchuldig iſt,
und wenn dazu letztere nicht klein ſind, ſo macht gleichſam
ein gemeinſchaftlicher Anſtandsſinn aus Erſterem einen weit
ſchlimmeren Feind, als ein bloßer Fremder ſein würde.
um Deine eigene Hartherzigkeit und Undankbarkeit in
* ſolchem Falle zu erklären und zu rechtfertigen, biſt Du
verbunden, das Verbrechen des andern Theiles zu bewei⸗
ſen. Nicht als ob Du ſelbſtſüchtig, brutal und wüthend
wäreſt über das Mißlingen einer Spekulation — nein,
nein — Dein Theilhaber iſt es, der durch die niederträch⸗
tigſte Verrätherei, und in der unehrlichſten Abſicht Dich
dazu verleitet hat. Schon das Gefühl, daß er ſich con⸗
ſequent bleiben müſſe, verpflichtet einen Verfolger, zu zei⸗
gen, daß der Gefallene ein Gauner, ein Spitzbube, ein
Böſewicht iſt — ſonſt iſt der Verfolger ja ſelbſt ein Schuft, ein elender Tropf.
Auch darf man es, — was gewiß für alle Gläubi⸗
S ger, die zur Strenge geneigt ſind, ziemlich beruhigend iſt
— als eine allgemeine Regel anſehen, daß höchſt wahr⸗
ſcheinlich kein Menſch, der ſich in Verlegenheit befindet,
durchaus ehrlich iſt. Solche Leute, die in der Klemme
ſtecken, verhehlen immer Etwas; ſie übertreiben glückliche
3 Chancen, verheimlichen den wahren Stand ihrer Angele⸗
& genheiten, ſagen, daß bei ihnen Alles gut ſtehe, während


