Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1850)
Entstehung
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Jahrmarkte des Lebens

ſo bereitwillig offneten; ſchaft, wenn Du die bequeme Treppe hinaufgingſt, Dei⸗

*) Reicher Mann. **) Zwacker.

Mögen wir uns auch den Charakter der auf dem eine Rolle ſpielenden Perſon als noch ſo egviſtiſch denken, immerhin wird die Sympathien und einiges Bedauern nicht unterdrücken können, wenn ſie dieſen ſchmutzigen Theil der Leichenfeier eines verſtorbenen Freundes gewahrt. Die ſterbliche Hülle des Lord Dives*) liegt in der Familiengruft: die Bild⸗

hauer und Steinmetzen hauen eine Inſchrift aus, worin

ſeiner Tugenden und der Kummer ſeines Erben, der über ſein Vermögen zu verfügen hat, getreu berichtet ſind. 3 Welcher Gaſt, der früher an der Tafel des Dives ſaß, kann ohne Seufzer an dem wohlbekannten Hauſe vorüber⸗ gehen? — an dem wohlbekannten Hauſe, deſſen Lichter

Abends ſo freundlich glänzten; deſſen Thüren ſich

deſſen dienſtfertige Diener⸗

nen Namen von Abſatz zu Abſatz meldete, bis derſelbe in das Zimmer vrang, wo der luſtige alte Dives ſeine Freunde willkommen hieß! Wie viele ſolcher Freunde hatte er; und wie nobel bewirthete er dieſelben! Wie witzig waren

hier Leute, die, ſobald ſie der Thüre ven Rücken gekehrt hatten, wieder in ihre mürriſche Laune verfielen; und wie höflich und freundlich thaten da Leute, die ſonſt einander überall verläumdeten und haßten! Er war zwar vom⸗ pös; aber was konnte man nicht bei einem ſolchen Koche verſchlucken? Vielleicht war er auch etwas dumm und langweilig; mußte aber nicht ein ſolcher Wein jede Un⸗ terhaltung angenehm machen? „Wir müſſen um jeden Preis von ſeinem Burgunder haben,“ rufen die Trauern⸗ den in ſeinem Club. „Ich erſteigerte dieſe Doſe bei der Auktion des alten Dives,“ ſagt Pincher *), fie bend, „eine von Ludwigs RV. Maitreſſen — ein hübſches Ding, nicht wahr ? — ein llerliebſtes Miniaturgemälde,“