Siebzehntes Kapitel. Wie Capitän Dobbin ein Pianoforte kaufte.
Wenn es auf dem ganzen Jahrmarkte des Lebens Etwas zu ſehen gibt, was die Satyre und das Gefühl Arm in Arm mit einander beſchauen koͤnnen; wenn es ein Schauſpiel gibt, wo man auf die ſeltſamſten bewei⸗ nenswerthen und lächerlichen Contraſte ſtößt; wo man mit vollkommenem Anſtande ſanſt und pathetiſch, oder zornig und chniſch ſein kann; ſo iſt es bei einer jener öffentlichen Verſammlungen, deren täglich eine Menge auf der letzten Seite der „Times“ angekündigt werden, und bei denen der ſelige Herr George Robins mit ſo vieler Würde den Vorſitz zu führen pflegte. Ich denke, es gibt wohl ſehr wenige Leute in London, die nicht ſchon bei einer oder der andern dieſer Verſammlungen geweſen wä⸗ ren, und Alle, die gern moraliſiren, müſſen mit einem nicht wenig unangenehm überraſchenden und ſeltſamen Gefühle und Intereſſe an den Tag gedacht haben, wo die Reihe auch an ſie kommen, und Herr Hammerdown *), auf Befehl der Agenten des Diogenes oder der Teſta⸗ mentsvollſtrecker, die Bibliothek, die Möbeln, das Silber⸗ geſchirr, die Garderobe, und die ausgeſuchten Weine aus der Maſſe des ſeligen Epikur zur öffentlichen Verſteige⸗ rung bringen werde⸗
*) Der den Pammer führende Auctionator⸗ Der Jahrmarkt des Lebens. U. 1


