Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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den Entſchluß gefaßt, zu fliehen. Rawdon war über ihren Eutſchluß nur zu froh; er hatte ſie ſchon ſeit mehreren Wochen unaufhörlich gebeten, dieß zu thun. Mit all' dem Ungeſtüm der Liebe ritt er davon, um die Wohnung zu miethen. Er nahm ſo wenig Anſtand, zwei Guineen per Woche zu zahlen, daß die Hausbeſitzerin bevauerte, nicht mehr gefordert zu haben. Er beſtellte ein Pianoforte, und ein halbes Gewächshaus voll Blumen, und äine Menge anderer ſchöner Dinge. Was die Shawls, die bockledernen Handſchuhe, die ſeidenen Strümpfe, die goldenen, franzö⸗ ſiſchen Uhren, die Bracelets und die Parfümerien betrifft, ſo war er damit ſo verſchwenderiſch, wie nur eine blinde Liebe und ein unbegrenzter Credit es ſein kann. Und als er vurch dieſes Ausſchütten von Gaben ſein Gemüth erleich⸗ tert hatte, ging er in ſeinen Club, ſpeiſte bänglich zu Mittag, und wartete, bis der große Moment ſeines Le⸗ bens herbeikommen würde. .

Die Vorfälle des verfloſſenen Tages; das bewun⸗ dernswürdige Benehmen Rebekka's, inſofern ſie ein für ſie ſo vortheilhaftes Anerbieten ausgeſchlagen hatte; die ge⸗ heime Sorge, ſo an ihrem Herzen nagte; die Sanftmuth und die Stille, womit ſie ihren Kummer ertrug, — machten Miß Crawley noch weit zärtlicher, als gewohn⸗ lich. Ein Ereigniß vieſer Art, eine Heirath, oder ein Korb, oder ein Heirathsantrag bringt ein ganzes Haus⸗ voll Weiber in Aufregung, und ſetzt alle ihre hyſteriſchen Sympathien in Thätigkeit. Als ein Beobachter der menſch⸗ lichen Natur beſuche ich regelmäßig die St. Georg's⸗ Kirche in Hanover Square während der Saiſon, wo in der höhern Welt Trauungen vorkommen; und obgleich ich nie geſehen habe, daß die Freunde des Bräutigams in Thränen ausgebrochen, oder Cuſtos und dienſtthuende Geiſtlichkeit in irgend einer Weiſe angegriffen geweſen

wären, ſo iſt es doch gar nicht ungewöhnlich, daß man

Frauenzimmer ſieht, welche das, was vor ſich geht, nicht

im Mindeſten berührt — alte Damen, die ſchon längſt