Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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gelbe Haarlocke ſie, ſammt ſeinen, in ihrer Unleſerlichkeit ſchönen Briefen, in ihrem alten Pult droben verſchloſ⸗ ſen hielt, und wie Reliquien aufbewahrte.) „Armes Ding, armes Ding!“ ſagte die Briggs. Und noch einmal war ſie ein friſchwangiges Mädchen von achtzehn Jahren; ſie war in der Abendkirche, und ſang mit dem hektiſchen Schreiblehrer aus einem und demſelben Pſalmbuche.

„Nach einem ſolchen Betragen von Seiten der kleinen Rebekka,“ ſagte Miß Crawley enthuſiaſtiſch, „ſollte unſere Familie Etwas für ſie thun. Suchen Sie doch ausfin⸗ dig zu machen, wer das Objet iſt, Briggs. Ich laſſe ihm einen Laden einrichten; oder beſtelle mein Porträt bei ihm, wiſſen Sie; oder ſpreche mit meinem Vetter, dem Biſchofe — und was Becky betrifft, ſo gebe ich ihr eine ſchöne Ausſteuer, und dann werden wir eine Heirath haben, Briggs, und Sie ſollen das Frühſtück machen, und Brautjungfer ſein.“

Die Briggs erklärte, daß es zum Entzücken ſein würde, und verſicherte hoch und theuer, daß ihre theure Miß Crawley ſtets gütig und großmüthig ſei. Sodann ging ſie in Rebekka's Schlafzimmer hinauf, um ſie zu troͤſten, wegen des Heirathsantrages, ihrer abſchlägigen Antwort, und der Urſache derſelben zu ſchwatzen; auf die großmüthigen Abſichten der Miß Crawley anzuſpielen, und ausfindig zu machen, wer denn der Herr wäre, der Miß Sharp's Herz erobert.

Rebekka that ſehr freundlich, ſehr liebevoll und ge⸗ rührt — erwiederte die Zärtlichkeits⸗Anerbietungen der Briggs mit dankbarer Wärme — geſtand ein, daß eine geheime Liebe im Spiele ſei — ein deliziöſes Geheimniß — wie Schade nur, daß Miß Briggs nicht eine halbe Minute länger am Schlüſſelloche geblieben! Vielleicht hätte Rebekka mehr geſagt; aber Miß Briggs war kaum fünf Minuten in Rebetfa's Zimmer geweſen, als Miß Crawley — eine unerhörte Ehre — dort ſelbſt erſchienz — ihre Ungeduld hatte ſie überwältigt; ſie konnte nicht