Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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heit hörte, daß ſie bereits verheirathet ſei, ſprang er, der auf dem Teppiche demüthig Kniende, auf, und ließ Rufe hören, welche die arme kleine Schönheit mehr von Schrecken überwältigt erſcheinen ließen, als in dem Augenblicke, wo ſie ihr Geſtändniß ablegte.

„Verheirathet! Sie treiben Ihren Spaß mit mir,“

ſchrie der Baronet nach dem erſten Ausbruche der Wuth und der Verwunderung. „Sie haben mich zum Narren, Becky. Wem würde es auch einfallen, Sie ohne einen Shilling Vermögen zu heirathen?“ „Verheirathet! Verheirathet!“ ſagte Rebekka, in Thränen zerfließend, ſprachlos in ihrer Aufregung, das Taſchentuch vor ihre ſtrömenden Augen haltend, und an dem Kaminfimſe beinahe in Ohnmacht finkend: — ein Bild des Schmerzens, welches auch das verhärtetſte Herz zu rühren vermocht hätte. „Ach, Sir Pitt, theurer Sir Pitt, glauben Sie voch ja nicht, baß ich undankbar ſei für all' die Güte, ſo Sie mir erwieſen. Nur Ihre Groß⸗ muth konnte mir mein Geheimniß entlocken.“

„Zum Henker mit der Großmuth!“ brüllte Sir Pitt. „Mit wem find Sie denn verheirathet? Wo iſt es ge⸗ ſchehen 2“

„Oh, laſſen Sie mich mit Ihnen wieder auf das

Land gehen, Sir! Laſſen Sie mich über Sie wachen, ſo

treu, wie je! Ach, laſſen Sie mich in dem lieben Queen's Crawley bleiben!“

„Es hat Sie alſo der Kerl ſitzen laſſen, — hat er das?“ ſagte der Baronet, der glaubte, daß ihm mit einem Male ein Licht aufgehe. „Nun, Becky, kommen Sie zurück, wenn Sie wollen. Man kann einen Kuchen nicht mehr als einmal eſſen. Auf jeden Fall habe ich Ihnen ein ehrliches Anerbieten gemacht. Kommen Sie zurück als Gouvernante — Sie ſollen es in Allem halten können, wie Sie wollen.“

Sie ſtreckte eine Hand aus. Sie weinte, daß ihr das Herz hätte zerſpringen ſollen; ihre Ringeln ſielen