Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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Crawley geſchickt einige ſeiner Anſichten über Miß Re⸗ bekta anzuvertrauen — daß ſie eine pfiffige, gefährliche Perſon, eine ſchreckliche Kokette ſei u. ſ. w. u. ſ. w.: — welchen Anſichten allen Kapitän Crawley lachend bei⸗ ſtimmte, und die natürlich Miß Rebekka wieder getreu mitgetheilt wurden, ehe vierundzwanzig Stunden vorüber waren. Ihre Achtung für Herrn Osborne wurde dadurch noch erhöht. Ihr weiblicher Inſtinkt hatte ihr geſagt, daß es George geweſen, der ihrer erſten, vielverſprechenden Liebe in den Weg getreten, und fie achtete ihn darnach.

„Ich will Sie bloß warnen,“ ſagte er zu Rawdon Crawley mit einem ſchlauen Blicke — er hatte das Pferd gekauft, und nach dem Eſſen eine Anzahl Guineen verlo⸗ ren; „ich will Sie bloß warnen — ich kenne die Weiber, und rathe Ihnen, auf Ihrer Hut zu ſein.“

„Danke Ihnen, mein Junge,“ ſagte Crawley mit einem beſonders dankbaren Blicke. „Wie ich ſehe, find Ihre Augen geoffnet.“

Und George ging fort, und dachte, daß Crawley voll⸗ kommen Recht habe.

George Osborne ſagte Amalien, was er gethan, und wie er Rawdon Crawley — einem verteufelt guten, ge⸗ raden Kerl — gerathen habe, fich vor der kleinen, ſchlauen, Ränke ſchmiedenden Rebekka in Acht zu nehmen.“

„Vor wem?“ rief Amalie.

„Vor Ihrer Freundin, der Gouvernante. — Sehen Sie doch nicht ſo erſtaunt aus!“

„O, George, was haben Sie gethan?“ ſagte Amalie. Denn ihre Weibesaugen, welchen die Liebe neue Schärfe verliehen hatte, hatten in einem Augenblicke ein Geheim⸗ niß entdeckt, das weder Miß Crawley, noch die arme jungfräuliche Briggs, noch vor Allem die einfältigen Au⸗ gen des Lieutenants Osborne, des jungen Stutzers mit dem Backenbarte, bemerkt hatten.

Denn als Rebekka in einem obern Zimmer, wo die zwei Freundinnen Gelegenheit gefunden hatten zu jenem