Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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Joſeph vergangenes Jahr nicht ſo ganz verſchmäheten,“ ſagte Osborne freundlich.

„Wie ſtrenge ſind Sie doch! Nun, entre nous, ich habe mich ſeinetwegen nicht zu Tode gegrämt; hätte er mich indeſſen gebeten, das zu thun, was Sie mit Ihrem Blicke ſagen wollen (und es iſt derſelbe ſehr ausdrucksvoll und gütig), ſo würde ich nicht Nein geſagt haben.“

Herr Osborne warf ihr einen Blick zu, der etwa ſagen wollte: „Ei, ei, wie außerordentlich verbindlich!“

„Sie denken wohl, es wäre der Ehre zu viel für mich geweſen, wenn ich Sie zum Schwager erhalten hätte, — nicht wahr? Schwägerin zu ſein von George Osborne, Eſquire, Sohn von John Osborne, Eſquire, einem Sohne von — was war doch gleich Ihr Großva⸗ ter, Herr Osborne? Nun, werden Sie nicht böſe. Sie können ja Nichts dafür, daß Ihr Stammbaum kein anderer iſt, und ich ſtimme mit Ihnen ganz darin über⸗ ein, daß ich Herrn Joe Sedley geheirathet haben würde; denn konnte ein armes Mädchen, das keinen Pfennig auf der Welt hatte, etwas Geſcheidteres thun? Nun wiſſen Sie das ganze Geheimniß. Ich bin frei und offenherzig, und wenn ich Alles bedenke, ſo war es recht gut von Ihnen, auf den Umſtand anzuſpielen — recht gut und höflich. Liebe Amalie, Herr Osborne und ich haben ge⸗ rade von Ihrem armen Bruder Joſeph geſprochen. Was macht er?“

So wurde George völlig aus dem Felde geſchlagen. Nicht als ob Rebekka Recht gehabt hätte, nein; aber ſie hatte es ſo geſchickt angegriffen, daß das Unrecht auf ſeine Seite kam. Und nun floh er ſchmachvoll, weil er fühlte, daß er vor Amalien wie ein Narr hingeſtellt werden würde, wenn er noch eine Minute bliebe.

Obgleich Rebekka den Sieg über ihn davon getragen hatte, war George doch nicht ſo gemein, ſich zum Zwi⸗ ſchenträger zu machen, oder ſich an einer Dame zu rächen: nur konnte er nicht umhin, den Tag darauf Kapitän