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Als die jungen Männer hinaufkamen, und Osborne der Miß Crawley vorgeſtellt war, ging derſelbe mit einer Protektorsmiene, und mit der Leichtigkeit und Gefälligkeit eines Windbeutels auf Rebekka zu. Er wollte recht freund⸗ lich gegen ſie ſein, und ſie protegiren. Ja, er wollte ihr, als einer Freundin ſeiner Amalie, die Hand drücken; und ſo hielt er ihr denn mit den Worten: „Ah, Miß Sharp! Wie geht es Ihnen?“ die linke Hand hin, in der Erwartung, daß ſie über die ungeheure Ehre ganz verblüfft ſein würde.
Miß Sharp ihrerſeits ſtreckte ihren rechten Zeigefinger hin, und nickte ein wenig mit dem Kopfe; aber es lag in dieſem Nicken ſo viel Kälte und Gleichgültigkeit, daß Raw⸗ don Crawley, der von dem andern Zimmer aus ſah, was vorging, ſich kaum des Lachens enthalten konnte, als er die völlige Niederlage des Lieutenants, ſein plötzliches Zu⸗ rückweichen, die Pauſe, und die vollkommene Ungeſchicklich⸗ keit bemerkte, womit er zuletzt ſich herabließ, den Finger, ſo ihm angeboten worden war, zu nehmen.
„Sie würde ſelbſt den Teufel überwinden, beim Zeus!“ ſagte der Kapitän ganz entzückt; und was den Lieutenant betrifft, ſo fragte er, um doch Etwas zu ſagen zu haben, Rebekka in gefälligem Tone, wie ihr ihre neue Stelle efiele.
„Meine Stelle?“ ſagte Miß Sharp ganz kalt; „wie gut iſt es doch von Ihnen, mich daran zu erinnern! Es iſt eine erträglich gute Stelle: der Gehalt iſt ziemlich gut — doch wohl nicht ſo gut, wie der der Miß Wirt, die bei ihren Schweſtern in Ruſſell Square iſt. Wie be⸗ finden ſich dieſe jungen Damen? — nicht als ob ich dar⸗ nach fragen ſollte.“
„Warum denn nicht?“ ſagte Herr Osborne erſtaunt.
„Ei, ſie wollten ſich nie ſo weit herablaſſen, mit mir zu ſprechen, oder mich in ihr Haus einzuladen, ſo lange ich bei Amalien war; indeſſen find wir armen Gouver⸗ nanten, wie Sie wiſſen, an dergleichen Hintanſetzungen ſchon gewöhnt.“


