Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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ſo ſehr überlegen, und Letztere ſo ſanft und beſcheiden, daß ſie ſtets nachgab, wenn es Jemand einfiel, zu befehlen: veßhalb ließ ſie ſich auch Rebekka's Befehle mit vollkom⸗ mener Sanftmuth und mit vollkommen guter Laune ge⸗ fallen. Miß Crawley's gnädiges Weſen war ebenfalls be⸗ merkenswerth. Die kleine Amalie entzückte ſie ſtets; ſie ſprach von ihr in ihrer Gegenwart, als ob ſie eine Puppe, oder ein Dienſtbote, oder ein Gemälde wäre, und legte die wohlwollendſte Bewunderung für ſie an den Tag. Ich be⸗ wundere die Bewunderung, welche die vornehme Welt bis⸗ weilen auf die gewöhnlichen Menſchenkinder ausdehnt. Es gibt kein angenehmeres Schauſpiel im Leben, als die vor⸗ nehme Welt ihre Herablaſſung an den Tag legen zu ſehen. Miß Cräwley's ungeheures Wohlwollen ermüdete einiger Maßen die arme kleine Amalie, und ich möchte nicht ver⸗ ſichern, daß ihr unter den drei Damen in Park Lane die ehrliche Miß Briggs nicht als die angenehmſte erſchien. Sie ſympathifirte mit Miß Briggs, wie mit allen hint⸗ angeſetzten oder ſanften Perſonen: ſie gehörte nicht zu der Klaſſe der ſogenannten brillanten Frauenzimmer.

George kam zum Mittageſſen — einem Diner en garcon bei Capitän Crawley.

Die große Familienkutſche der Osbornes hatte ihn nach Park Lane von Ruſſell Square gebracht, wo die jungen Damen, die nicht ſelbſt geladen waren, un für vieſe Hintanſetzung ſcheinbar die großte Gleichgültigkeit an den Tag legten, nichts deſto weniger Sir Pitt Craw⸗ ley's Namen in dem Verzeichniſſe der engliſchen Baronets aufſuchten, und darin Alles fanden, was dieſes Werk über die Crawley'ſche Familie und deren Stammbaum, und die Binkies, ihre Verwandten, und ſo fort, und ſo fort, zu ſagen hatte. Rawdon Crawley empfing George Osborne mit vieler Offenheit und äußerſt gnädig, lobte ihn wegen ſeiner Gewandtheit im Billardſpiele, fragte ihn, wann er Revanche haben wollte, legte vieles Intereſſe für Os⸗

Der Jahrmarkt des Lebens. 1. 1⁵