Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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din küßte, und dachte, ſie habe ſich Etwas, das ſehr wie Kälte ausſehe, gegen ſie zu Schulden kommen laſſen. Ihre erſte Zuſammenkunft dauerte nur einige Augen⸗ blicke. Amalie war gerade im Begriffe, auszugehen. Miß Crawley wartete unten in ihrem Wagen, während ihre Leute ſich über den Ort wunderten, an dem ſie ſich be⸗ fanden, und den ehrlichen Sambo, den ſchwarzen Lakaien von Bloomsbury, als einen der ſeltſamen Eingebornen des Platzes anſtierten. Als aber Amalie mit ihrer freundli⸗ chen, lächelnden Miene herabkam (Rebekka mußte ſie ihrer Freundin vorſtellen; Miß Crawley ſehnte ſich, ſie zu ſehen, und war zu unwohl, ihren Wagen zu verlaſſen) — als, ſage ich, Amalie herabkam, wunderte ſich die Park⸗Lane⸗ Lakaien⸗Ariſtokratie je mehr und mehr, daß Bloomsbury ein ſolches Geſchöpf erzeugen könne; und Miß Crawley war eingenommen von dem ſüßen, lieblichen, errö⸗ thenden Geſichte der jungen Dame, die ſo ſchüchtern und

ſo graziös vortrat, um die Beſchützerin ihrer Freundin zu

begrüßen.

„Was für ein Teint, meine Theure! Welch' liebliche Stimme!“ ſagte Miß Crawley, als ſie nach dem kurzen Beſuche weſtlich fuhren. „Meine theure Sharp, Ihre junge Freundin iſt ja bezaubernd. Bitten Sie ſie doch, nach Park Lane zu kommen, hören Sie?“

Miß Crawley hatte einen guten Geſchmack. Sie liebte natürliche Manieren — etwas Schüchternheit hob vieſelben nur noch hervor. Sie hatte gern hübſche Ge⸗ ſichter um ſich, gerade ſo wie ſie hübſche Gemälde und hübſches Porzellan liebte. An jenem Tage ſprach ſie ein halb Dutzend Mal mit Entzücken von Amalien. Sie that ihrer bei Rawdon Crawley, der pflichtſchuldigſt kam, um das Huhn ihrer Tante verzehren zu helfen, Erwähnung.

Natürlich führte nun Rebekka augenblicklich an, daß Amalie mit einem gewiſſen Lieutenant Osborne verlobt, und daß die Flamme ſchon eine ſehr alte ſei.

„Dient er in einem Linien⸗Regimente?“ fragte Ca⸗

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