Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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ſich in Acht nehmen, ſehen Sie — das iſt Alles,“ ſagte der ſchnurrbartkräuſelnde Mann.

„Sie ſpielen ſonach auf etwas Unehrenhaftes an?“ fuhr Rebekka heraus.

„O — Gott — wirklich — Miß Rebekka,“ fiel der geiſtesarme Dragoner ein.

„Glauben Sie etwa, das Gefühl der Selbſtachtung ſei mir fremd, weil ich arm und ohne alle Freunde bin, und weil reichen Leuten daſſelbe unbekannt iſt? Glauben Sie, ich habe, weil ich Gouvernante bin, nicht ſo viel Verſtand, und Gefühl und Bildung, wie Ihr Edelleute in Hampſhire? Ich bin eine Montmorency. Glauben Sie etwa, eine Montmoreney ſei nicht ſo gut, wie eine Crawley?“

Wenn Miß Sharp aufgeregt war und auf ihre Ver⸗ wandten von mütterlicher Seite anſpielte, ſo ſprach ſie mit einem kaum merklichen fremdländiſchen Accent, was ihrer klaren, volltönenden Stimme einen beſonderen Reiz ver⸗ lieh. „Nein,“ fuhr ſie fort, und wurde, während ſie mit dem Kapitän ſprach, immer wärmer; „ich kann die Ar⸗ muth ertragen, nicht aber die Schande — Hintanſetzung,

—

nicht aber Beleidigungen; und insbeſondere keine Beleid⸗

gungen von — von Ihnen.“

Hier ward ſie von ihren Gefühlen übermannt, und brach in Thränen aus.

„Zum Henker, Miß Sharp — Rebekka — beim Zeus — bei meiner Seele, ich möchte nicht um tauſend Pfund Sterling. Bleiben Sie doch, Rebekka!“

Aber ſchon war ſie fort. An jenem Tage fuhr ſie mit Miß Crawley aus. Es war vor der Krankheit der Letzteren. Beim Mittageſſen war ſie ungemein luſtig und witzig; indeſſen wollte ſie weder von den Anſpielungen, noch von dem Nicken, noch von den plumpen Vorſtellungen des gedemüthigten, bethörten Leibgardiſten Notiz nehmen. Solche Scharmützel fanden während der kleinen Campagne