Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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Crawley von Niemand, als ihr, ihre Arzneien nehmen wollte. Die Firkin war ſchon lange vor der Abreiſe ihrer Herrin nach der Stadt ihres Dienſtes entſetzt worden. Dieſe treue Dienerin fand bei ihrer Rückkehr nach London einen traurigen Troſt darin, vaß ſie ſah, wie Miß Briggs vieſelben Qualen der Eiferſucht litt, und derſelben treu⸗ ſ Behandlung ausgeſetzt war, die ſie ſelbſt erfahren atte.

Kapitän Rawdon ließ ſich auf den Grund der Krank⸗ heit ſeiner Tante weiteren Urlaub geben, und blieb pflicht⸗ mäßig zu Hauſe. Er war ſtets in ihrem Vorzimmer. (Sie lag in ihrem ſchönen Schlafzimmer, in das man durch den kleinen blauen Salon trat.) Sein Vater ſuchte ihn dort beſtändig auf; und kam er auch noch ſo leiſe den Corridor herab, ſo ſah man doch ſtets die Thüre ſeines Vaters ſich öffnen, und das Hyänengeſicht des alten Herrn herausglotzen Warum überwachte Einer den Andern alſo? Ohne Zweifel war es nur eine edle Rivalität, und woll⸗ ten Beide die größte Aufmerkſamkeit für die theure Lei⸗ dende im ſchönen Schlafzimmer an den Tag legen. Re⸗ bekka kam gewöhnlich heraus und tröſtete Beide, oder vielmehr den Einen oder den Andern. Beiden würdigen Herrn lag ſo außerordentlich viel daran, durch ihre kleine vertraute Botin Nachrichten von der Patientin zu er⸗ halten.

Beim Mittageſſen — zu welchem Mahle ſie auf eine halbe Stunde herunter kam — erhielt ſie den Frieden zwiſchen ihnen; dann war ſie die Nacht über nicht mehr zu ſehen. Rawdon ſeinerſeits ritt alsdann nach dem De⸗ pot des 150 ſten Regiments zu Mudbury hinüber, und ließ ſeinen Papa bei Herrn Horrocks und ſeinem Rum und Waſſer. Sie brachte in Miß Crawley's Krankenzimmer zwei ſo langweilige Wochen zu, als nur je ein Sterblicher verlebte; ollein ihre kleinen Nerven ſchienen von Eiſen zu ſein, und wirklich fand ſie ſich durch ihre beſchwerlichen

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