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viel gegeſſen und getrunken habe, und daß ein allzu reichlicher Genuß von Hummern bei einem Souper im Pfarrhauſe die Ur⸗ ſache eines Unwohlſeins geweſen ſei, das Miß Crawley ſelbſt einzig und allein und um jeden Preis dem feuchten Wetter zuſchrieb? Der Anfall war ſo heftig, daß Mathilde — wie Seine Ehrwürden ſich auszudrücken beliebte — ganz nahe daran war, „abzufahren;“ die ganze Familie war in fieber⸗ hafter Erwartung in Betreff des Teſtamentes, und Raw⸗ don Crawley hielt ſich verſichert, daß er vor dem Beginne der Londoner Saiſon ſich im Beſitze von wenigſtens vier⸗ zigtauſend Pfunden ſehen würde. Herr Crawley ſchickte ein Packet voll ausgewählter Traktätchen, um ſie auf den Angenblick vorzubereiten, wo ſie den Jahrmarkt des Lebens und Park Lane mit einer andern Welt vertauſchen würde; glücklicher Weiſe aber wurde ein guter Arzt noch zur rech⸗ ten Zeit von Southampton herbeigerufen, und dieſer be⸗ zwang den Hummer, der ſie um ein Haar um's Leben gebracht hätte, und ſtellte ſie wieder ſo weit her, daß ſie nach London zurückkehren konnte. Der Baronet konnte ſeinen außerordentlichen Aerger über die Wendung, welche die Sache genommen hatte, nicht verhehlen.
Während Jedermann Miß Crawley mit Aufmerkſam⸗
keiten überhäufte, und Boten vom Pfarrhauſe jede Stunde
an die liebevollen Leute, die dort wohnten, Nachrichten über ihr Befinden brachten, lag in einem anderen Theile des Hauſes eine Dame, die ſchwer krank war, um die ſich aber keine Seele bekümmerte; und dieß war die Lady von Crawley ſelbſt. Der gute Doktor ſchüttelte den Kopf, als er ſie ſah: — er hatte ſie nämlich beſuchen dürfen, da Sir Pitt dieſes Mal ihm Nichts für ſeine Mühe zu be⸗ zahlen brauchte: — und nun lleß man ſie in ihrem ein⸗ ſamen Zimmer langſam dahinſterben, und kümmerte ſich um ſie ſo wenig, wie um ein Unkraut im Parke.
Auch die jungen Damen verloren viel von dem un⸗ ſchätzbaren Unterrichte ihrer Gouvernante. Miß Sharp er⸗ wies ſich als eine ſo liebevolle Krankenwärterin, daß Miß
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