Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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kann aber nicht ſagen, wie oder warum; ich glaube, es hat Etwas Alle behert.“

Was Rebekka betrifft, ſo brachte ſie jene Nacht wa⸗ chend bei Miß Crawley zu. In der darauffolgenden Nacht ſchlief die alte Dame ſo ruhig, daß Rebekka mehrere Stunden behaglich auf dem Sopha, neben dem Bette ihrer Goͤnnerin, zubringen konnte; und ſehr hald war Miß Crawley wieder ſo wohl, daß ſie aufblieb, und über die vollkommene Nachäffung der Miß Briggs und ihres Kummers, der ihr von Rebekka beſchrieben wurde, herzlich lachte. Miß Briggs thränenreiches Geſchnüffel, ſowie ihre Art, ſich des Taſchentuches zu bedienen, war ſo täuſchend nachgeahmt, daß Miß Crawley ganz luſtig wurde, zur großen Verwunderung der Aerzte, als ſie ſie ſahenz denn gewöhnlich fanden ſie dieſes würdige Weltkind, ſobald ſie von der geringſten Krankheit befallen wurde, total nieder⸗ geſchlagen und von den Schrecken des Todes erfüllt.

Kapitän Crawley kam alle Tage und ließ ſich von

Rebekka über das Befinden ſeiner Tante Bericht erſtatten.

Bald war Letztere ſo wohl, daß die arme Briggs ihre Gönnerin ſehen durftez und weichmüthige Perſonen mögen ſich die unterdrückten Gemüthsbewegungen dieſes ſentimen⸗ talen Frauenzimmers und die rührende Art der Zuſammen⸗ kunft denken.

Bald wollte Miß Crawley die Briggs wieder viel um ſich haben. Rebekka pflegte ſie vor ihrer Naſe mit der bewunderungswürdigſten Gravität nachzuäffen, und machte dadurch die Sache für ihre würdige Gönnerin um ſo pikanter.

Die Urſachen, die zur beklagenswerthen Krankheit der Miß Crawley und zu ihrer Abreiſe von dem Hauſe ihres Bruders auf dem Lande geführt hatten, waren ſo wenig romantiſcher Natur, daß ſie in dieſem feinen und ſenti⸗ mentalen Nomane wohl kaum aus einander geſetzt werden können. Denn wie iſt es möglich, anzudeuten, daß ein

zartes, in guter Geſellſchaft lebendes Frauenzimmer zu

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