Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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Amaliens zehn tauſend Pfund vor mir liegen ſehe, wird aus der Heirath Nichts. Ich mag in meiner Familie keines Lumpen Tochter haben. Schieb' mir die Weinflaſche her, — oder ſchelle um den Kaffee.“

Bei dieſen Worten entfaltete Herr Osborne die Abend⸗ zeitung, und George erkannte an dieſem Signale, daß das Geſpräch nun zu Ende ſei, und daß ſein Papa ein kleines Schläfchen machen wolle.

In der heiterſten Stimmung von der Welt rannte er die Treppe hinauf, zu Amalien. Was machte ihn an jenem Abende aufmerkſamer gegen ſie, als er ſeit langer Zeit geweſen — was machte ihn begieriger, ſie zu unter⸗ halten, was zärtlicher, was mehr von Witz überſprudeln, als ſonſt der Fall war? War es ver Umſtand, daß ſein großmüthiges Herz im Hinblicke auf das hereinbrechende Unglück wärmer für ſie ſchlug? Oder war es der Ge⸗ danke, daß er ſein kleines, theures Mädchen verlieren würde, der ihn dieſelbe höher ſchätzen machte?

Sie lebte noch viele Tage darnach von den Erinne⸗ rungen jenes glücklichen Abends; ſie erinnerte ſich ſeiner Worte, ſeiner Blicke, des von ihm geſungenen Liedes, ſeiner Haltung, indem er ſich über ſie beugte, oder ſie aus der Ferne anſah. Wie ihr ſchien, war noch nie in Herr Osborne's Hauſe ein Abend ſo raſch verſtrichen; und zum erſten Male war das junge Mädchen faſt ver⸗ ſucht, über die allzu frühe Ankunft des Herrn Sambo mit ihrem Shawl böſe zu werden.

Am nächſten Morgen kam George, und nahm zärt⸗ lich von ihr Abſchied: dann eilte er nach der City, wo er Herrn Chopper, den erſten Buchhalter ſeines Vaters, beſuchte, und von dieſem Herrn ein Dokument erhielt, für das er bei Hulker und Bullock ſich eine ganze Taſche voll Geld geben ließ. Als George in das Haus trat, kam der alte John Sedley gerade aus dem Beſuchzimmer des Bankiers heraus, wobei ſeine Miene eine ſehr trübe war. Sein Pathe aber war in einer viel zu frohen Stimmung, um