Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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Sie hegen auf's Zärtlichſte ihre Ahnungen und machen aus ihren häßlichſten Gedanken Lieblinge, wie aus ihren durch einen Naturfehler entſtellten Kindern.

Die ungewöhnliche Düſterkeit im väterlichen Geſichte hatte auch George ängſtlich geſtimmt. Wie ſollte George bei ſolchen Augenbrauen und einem ſo entſchieden galligen Blicke aus dem Familienhaupte das Geld herauslocken, das er ſo nothig brauchte? Er fing damit an, ſeines Va⸗ ters Wein zu loben. Das war ein Mittel, dem alten Herrn zu ſchmeicheln, das gewöhnlich nie fehl ſchlug.

„In Weſtindien bekamen wir nie ſo guten Madeira, Sir, wie der Ihrige iſt. Oberſt Heavytop nahm neulich drei Bouteillen von dem, ſo Sie mir hinabgeſchickt haben, unter ſeiner Koppel mit.“

„That er vas wirklich?“ ſagte der alte Herr. „Die Flaſche koſtet mir acht Shillinge.“

„Wollen Sie ſechs Guineen für ein Dutzend Flaſchen haben, Sir?“ ſagte George lachend. „Einer der groͤßten Männer des Königreiches möchte daven haben.“

„Wirklich?“ brummte der Alte. „Soll ſehen, wo er ihn ſonſt her kriegt.“

„Als General Dagnilet in Chatham war, Sir, gab ihm Heavytop ein Frühſtück, und bat mich um einige Flaſchen von dem Weine. Der General trank ihn eben ſo gerne — und wollte ſogar eine Pipe für den Ober⸗ kommandanten haben. Er iſt die rechte Hand Sr. Kö⸗ niglichen Hoheit.“

„Es iſt verteufelt guter Wein,“ ſagten die Augen⸗ brauen, und ſahen gutlauniger aus; und George ſtand eben im Begriffe, aus dieſem Wohlgefallen ſeines Vaters Nutzen zu ziehen, und die Subſidienfrage auf's Tapet zu bringen, als der Alte, wieder in ſein feierliches Weſen verfallend, obgleich etwas cordialer im Tone, ihn die Klingelſchnur ziehen hieß, um Claret zu beſtellen.

„Wir wollen ſehen, George,“ ſagte der Alte, „ob der ſo gut iſt, wie der Madeira, von dem ich gewiß gerne